und Griechenland bis auf Philopömen-
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samkeit ein Gegenstand der Theilnahme für alle Gebildeten und wurdeHeils zur Unterhaltung und zur Gewinnung einer allgemeinen Bildung,Heils zur Vorbereitung auf Geschichtschreibung betrieben. So wurde,was eine Angelegenheit des Lebens gewesen war, eine Angelegenheitder Schule und es bildete sich in der Rhetorik eine Kunst der Anleitungzur Beredtsamkeit und somit eine rhetorische Beredtsamkeit, Ln welcheran die Stelle der alten auf ihr Ziel strenge losgeheuden Einfachheitein kunstreiches Spiel mit reichlicher Anwendung aller zur Anregunggeeigneten Mittel tritt. Der hauptsächlichste Schauplatz für die Ent-wicklung dieser Art von Beredtsamkeit ward Rhodus, wo mitten in demdurch Handel erzeugten Neichthume sich ein Bedürfniß nach allgemeinerBildung um so mehr erzeugen mußte, als der Staat ein ansehnlichesGlied im hellenistischen Staatensystem wurde und redegewandter Ge-sandten bedurfte. Dadurch ward neben Athen auch Rhodus zu einerjener Schulen, welche in der Folge die von dem Zauber griechischerBildung ergriffenen Römer aufsuchten.
14. Dagegen blieb Athen in seiner Zurückgezogenheit der Mittel-^ ! Punkt für die Entwicklung der griechischen Philosophie und behauptete1! als Werkstätte von Gedanken, durch welche das menschliche Leben sich' in seinen Richtungen für lange Zeit bestimmte, nicht allein für Griechen-^ land, sondern für die ganze hellenistische Welt einen Einfluß, der sich!' in der Folge auch auf die Römer erstreckte. Die Philosophie desi Aristoteles mit ihrem umfassenden Streben nach Verarbeitung aller Er-' gebnifse griechischen Denkens und griechischer Erfahrung erforderte, um^ s verstanden zu werden, einen großen Aufwand des Scharfsinns wie desl Wissens. Ihre Anhänger, die man von den Spaziergängen des Lpceums>' zu Athen, eines Platzes für körperliche Hebungen, wo der Meister ge-lehrt hatte, die Peripatetiker nannte, überkamen die Aufgabe, die Lehre^ ^ zu deuten und zu erklären. Ihr Verdienst besteht daher in der Erhal-! s tung und Fortpflanzung derselben, wodurch späteren Zeiten der Weg zu! philosophischer Begründung der Erkenntniß gezeigt wurde, ohne daß die^ ! nächsten Zeiten einen Einfluß auf Gestaltung des Lebens davon erfahren! hätten. Von größerem unmittelbaren Einflüsse waren die philosophischen! Bestrebungen, welche sich an die Lehre Plato's anschlossen und derenTräger nach einem anderen athenischen Uebungsplatze, der Akademie, woPlato und seine Nachfolger gelehrt hatten, die Akademiker hießen. Mits Arcesilaus aus der äolischen Stadt Pitane, der ein Zuhörer des Theo-Phrast gewesen, begann in dieser Philosophie eine Wendung, welche ihmden Namen eines Stifters der neuen Akademie verschafft hat. ImGegensätze gegen die gleichzeitig hervortretenden Richtungen der Epiku-reer und Stoiker arbeitete er an Beschränkung der Anmaßungen der- Mosophirenden Vernunft, indem er mit Hülfe der von Plato geübten