und Griechenland bis auf Philopömen.
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bar zum Reiche. In Mittelgriechenland waren die Aetoler, die mit derErhebung im lamischen Kriege auf den Schauplatz der Geschichte getre-ten, in ihrer Unabhängigkeit geblieben, hatten dieselbe gegen Antipaterund Kraterus behauptet und seitdem immer demjenigen, der auf Make-donien Ansprüche machte, erst dem Polysperchvn gegen Kaffander, danndem Pprrhus gegen Demetrius, angehangen. Es scheint, daß Antigo-nus Gonatas, mit dem sie zur Zeit des von Areus. geführten letztenheiligen Krieges befreundet waren, später, als er König von Makedoniengeworden, sich darein fand, sie als unabhängig gelten zu lassen. DieseUnabhängigkeit zu behaupten, war ihnen leicht bei der Beschaffenheit!, ihres Landes, das von Bergschluchten zerrissen ist, und bei der Rohheit,
i durch welche sie ganz auf ein Krieger- und Näuberleben angewiesen
: waren. Die wiederholten Kämpfe gegen Makedonien hatten aber auch
!l das Bedürfniß einer diese Unabhängigkeit sichernden Einrichtung hervor-
!! gebracht. So war eine staatliche Verbindung, die sie früher nicht ge-
>! habt, bei ihnen entstanden. Die Bürger der einzelnen Landschaften ver-
^ sammelten sich jährlich zu Thermum, um in demokratischer Weise über
E Landesangelegenheiten, so wie über Krieg und Frieden, Beschlüsse zu
^ fassen und die Beamten des Bundes, einen Heerführer oder Strategen,
l einen Neiterbefehlöhaber oder Hipparchen und einen Staatsschreiber oder
l Grammateuö zu erwählen. Der Strateg war auch, abgesehen von der
i! Heerführung, die eigentliche Obrigkeit und ihm standen als Rath die
Apokleten zur Seite. Sie erweiterten ihre Macht durch die dem älteren' Griechenland unbekannte Spmpolitie, indem sie Städten, die sich frei-k willig oder gezwungen an sie anschlossen, das volle ätolische Bürgerrechts ertheilten. Dies wird mit einem Theile Akarnaniens geschehen sein,das von Kassander gegen sie aufgeregt war und das sie mit Pprrhus'Sohne Alexander, noch vor dessen Angriff auf Makedonien, getheilthatten. So gewannen sie im Laufe der Zeit Theile von Locris, Phocis^ und Thessalien und in weiter Ferne, auf dem zu Aegypten gehörigen
^ thracischen Chersones und auf der Küste von Kleinasien, finden sich Städte,
die mit ihnen in Spmpolitie stehen. Ihre kriegerische Stärke, die na-! meutlich auch bei Gelegenheit des keltischen Einfalles sichtbar ward, war
H in einer Zeit, wo allgemeine Unsicherheit zur Vereinigung drängte, ein
um so mächtigerer Hebel zur Erweiterung ihrer Macht, als sie den An-E Muß benachbarter Staaten zu erzwingen nicht scheuten. So verschmol-
^ zen verschiedene Völkerschaften zu einem Gesammtstaate, ohne daß, wie
in den ältesten Zeiten Griechenlands, dadurch ein Periökenverhältnißbegründet worden wäre. Dieses Verschmelzen schloß aber nicht aus,daß auch Staaten, welche selbstständig und abgesondert blieben, in einloseres Bundeöverhältniß zu den Aetolern traten. Der Verlauf derEreignisse, durch welche die Aetoler ihre Macht ausgebreitet haben und