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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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und Griechenland bis auf Philopvmcn.

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getreten, die Entwicklung der Beziehungen zu Griechenland ebenso denInhalt seiner Geschichte, wie in den Zeiten vor Alexander dem Großen.Griechenland, durch Philipp und Alexander in Fesseln geschlagen, in denKämpfen der Diadochen auf das mannigfaltigste zerrissen, hier hart ge-knechtet, dort zu Freiheitshoffnungen ermuthigt, ist belebt von dem Triebe,sich durch Bildung neuer Vereinigungen zu stärken und zu verjüngen.Die schon vor Philipp bemerkbare Neigung, durch Verbindung kleinererStaaten größere Ganze zu bilden, ist die Hauptkraft, welche die Ge-schicke gestaltet. Das Bedürfniß eines Widerstandes gegen Macedonienund das Verlangen nach Wiederkehr alter Selbstständigkeit mußte beider Schwäche, in welcher sich die einzelnen Staaten und Städte dermakedonischen Macht gegenüber befanden, auf diesen Weg führen. Diestrenge Abgeschlossenheit, welche in sorgsamer Bewahrung alt herge-brachter Sitte und einheimischen Gesetzes zugleich die Gewähr für diesittliche Kraft eines Staates bot, hatte seit den Zeiten des peloponnesi-schen Krieges sich fortwährend gelost und das Söldnerwesen, das einenTheil der Bevölkerung durch die Welt trieb, vollendete die Aufhebungder Schranken, durch welche sich benachbarte Städte in scharf ausge-prägter Eigenthümlichkeit geschieden hatten. Es ist die Bildung derBundesstaaten für Griechenland ebenso das diesen Zeiten eigentüm-liche Merkmal, wie für die hellenistischen Länder die Bildung der Mo-narchieen. Wie dort, so wird auch hier eine in natürlichen Verhältnissengegebene Grundlage verlassen und die Berechnung leitet den neuenBau. So wenig wie dort, wird hier die neue Form fähig, einen sitt-lichen Geist zu bergen, der in dem Maße, in welchem Griechenland ihnbesitzen konnte, an dessen alte Staaten und ihre Verfassungen geknüpftwar. Wie unfruchtbar die Bildung der Bundesstaaten für eine Wie-derherstellung griechischen Lebens ist, zeigt sich daran, daß den Stämmen,von welchen sie ausgeht, keineswegs aus der Vorzeit her ein Schatz vonÜberlieferungen zu Gebote steht, welcher die Bundesglieder wie umein großes Banner hätte sammeln können und daß in den Bundesstaatenselbst über dem mit kleinlicher Eifersucht verfolgten Zweck der Gebiets-erweiterung, worein sich noch selbstsüchtiges Streben Einzelner störendmischte, der Zweck der Wiederherstellung Griechenlands vergessen wurde.Unter solchen Umständen gewährt die letzte Zeit Griechenlands nicht bloßkeine anziehenden, sondern nicht einmal große Bilder. Auch über demBedeutendsten was geschieht, waltet kein großer Geist und die Kleinlich-keit der Zeit spiegelt sich in der Geschichtschreibung, die für Ketten vonBegebenheiten nur wenig Worte hat und über das Aufregendste gleich-gültig und kalt berichtet. Es kann auch durch Berührung mit Kunstund Wissenschaft kein höherer Aufschwung im staatlichen Leben bewirktwerden, da beide in keiner Beziehung mehr mit demselben stehen und