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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Die Griechen im peloponnesischcn Kriege.

Während sie den mit wenigen Schiffen und einer kleinen Mannschafthier gebliebenen Demosthenes einschlicßen wollten, selbst durch eine athe-nische Flotte eingeschlossen. Da unter ihnen eine Anzahl eigentlicher tSpartaner war, deren blutigen Untergang man zu Hause fürchtete, be- s

gann Sparta Friedensunterhandlungen. Diese zogen sich, da man sich 1

nicht einigen konnte, in die Länge und in Athen rieth, während Nicias ^für den Frieden sprach, sein Gegner Kleon stürmisch dazu, die Sachedurch rasche Waffenthat zu entscheiden. Dabei hatte er so prahlerkschgeredet, daß die Athener ihn selbst nach Sphakteria schickten, wo er in !Verbindung mit Demosthenes und nach dessen Anleitung die Insel weg- s

nahm und den noch übrigen Theil der Besatzung gefangen nach Athen n

führte. Nach diesem Vortheile hatte Athen im I. 424 einen großen !!Verlust in Böotien. Es war in dieses Land eingedrungen und hatte ß

bei Delium Befestigungen angelegt, um die Verbindung mit Chalcis zu j

erleichtern. Eine Festsetzung athenischer Truppen im Lande konnte eine sdemokratische Umwälzung in einzelnen Städten Hervorbringen und diese !

von Theben und dadurch zugleich vom pcloponnesischen Bündnisse treu- I

nen. Solcher Gefahr begegneten die Thebaner, indem sie mit den e

Böotiern die Athener in einer Schlacht bei Delium besiegten, wodurchsie ihre Herrschaft über Böotien neu befestigten. Ein noch entschei- ^

denderer Schlag traf die Athener bald in Thracien. Ein spartanischer lHeerführer von kriegerischer Tüchtigkeit und edlem Charakter, Brasidas,hatte die Wichtigkeit der dortigen athenischen Plätze erkannt, führte durch »Böotien, Phocis, Lokris, Thessalien und Macedonien ein Heer dahin, !förderte den Abfall athenischer Städte, und gewann darunter auch Am- >phipolis. Die Hafenstadt Eion wird von Thucpdides, dem Sohne des IOlorus, der zur Beschützung von Amphipolis mit einer Flotte zu spät >kommt, gerettet und in der Verbannung, die derselbe wegen dieses Miß- slingens zu erleiden hat, wird er der Geschichtschreiber des großen Krie- >ges, wozu er sich, dessen Dauer und Wichtigkeit voraussehend, schon ^bei dessen Beginn angeschickt hat. Es wird zwar ein Waffenstillstand ?zwischen Athen und Sparta geschlossen, aber Brasidas' Eroberungen inehmen ihren Fortgang und es kommt hier nicht zur Ruhe. Da erscheint .im I. 422 Kleon mit einem Heere und wird bei Amphipolis in einer !großen Schlacht geschlagen, in welcher er und Brasidas fallen. Dieser iUnfall bringt in Athen die Meinung derjenigen, die dem Kriege längstentgegen waren, zu größerer Geltung, Nicias unterhandelt mit demKönige Plistoanar und es wird im I. 421 nach zehnjähriger Dauer ßdes Krieges ein 50jähriger Waffenstillstand auf die Bedingung der Her- ?ausgabe der beiderseitigen Gefangenen und Eroberungen geschlossen. f2. Der Friede war nicht Folge eines Aufgebens der Ansprüche,die ihn hervorgerufen hatten, ,er war nur das Werk des Bedürfnisses