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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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bis zum Ausbruche des pelopoiinesischen Krieges. 201

Mann, der aus seiner seit Cyrus Zeit herabgekommenen Vaterstadt nurdrei Schiffe gebracht hatte. Als es bei der kleinen Znsel Lade in derfetzt durch die Anschwemmungen des Mäander ausgefütlten Bucht beiMilet zum Kampfe mit der phönicischen Flotte der Perser kam, thatennur die Chier und ein Theil der Samier ihre Schuldigkeit. Der Auf-stand endete mit Milet's Fall und die Milester, welche der Rache derPerser entgingen, suchten mit einem Theile der Samier, wie einst diePhocäer, ihre Zuflucht im fernen Westen, indem sie sich nach Zanklewandten. Auch Dionysius kehrte nicht nach Hause zurück, sondern triebvon nun an Seeräuberei, erst gegen die Phönicier an deren Küsten,dann in den Gewässern von Sicilien gegen die Carthager und die ander Westseite Italiens wohnenden seefahrenden Tyrrhcner. In denwieder bezwungenen griechischen Städten stellten die Perser die tyran-nischen oder fürstlichen Regierungen nicht wieder her, sorgten vielmehrfür Erhaltung freier Gemcindeverfafsungen, durch welche die Verein-zelung der Städte begünstigt und so die Gefahr eines neuen Aufstandesentfernt wurde. In Athen wurde der unglückliche Ausgang schwerempfunden. Als der Dichter Phrynichus ihn seinen Mitbürgern in einemTrauerspiele, welches die Einnahme von Milet hieß, vorführte, verur-theilten sie ihn zu einer Strafe, da die Erinnerung an das Geschehenei ihnen um so schmerzlicher sein mußte, als sie sich vorwerfen mußten, zuwenig gethan zu haben.

f 2. Glücklicher war Athen in der Abwehr der ihm von Darms

für die Unterstützung des Aufstandes zugedachten Strafe. Als Datisund Artaphernes auf dem Wege durch das ägäische Meer Narus undandere Inseln unterworfen hatten, landeten sie bei Karyftus auf Euböaund gingen auf Eretria los. Diese Stadt konnten die Athener nichtretten. Auf ergangenen Hülferuf beauftragten sie ihre Kleruchen in^ Chalcis, die Eretrier in ihrer Vertheidigung zu unterstützen, aber Un-einigkeit in der Stadt machte das Gelingen unwahrscheinlich, die Athener. aus Chalcis retteten sich nach Attika und Eretria fiel nach mehrtägigerBelagerung durch Verralh in die Hände der Perser, welche die Be-! wohner als Gefangene verwahrten, um sie später nach Asien zu schleppen.Hierauf landeten sie nach Anleitung des das Heer begleitenden Hippiasin der Nähe von Marathon, wo einst dessen Vater gelandet war, um^ seine Rückkehr nach Athen zu erzwingen. Die Athener hatten auf die

i, Nachricht von der Landung durch einen Läufer Hülfe in Sparta er-

bitten lassen. Hier war man jedoch an augenblicklicher Hülfeleistungdurch religiöse Vorschriften gehindert, welche vor dem Neumond denAuszug nicht gestatteten. Den einzigen Zuzug erhielten die Athenervon der benachbarten böotischen Stadt Platää, die sich schon früher vondem unter Thebens Leitung stehenden böotischen Bunde getrennt und