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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Die Griechen vor dem Kampfe mit den Persern.

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i den übrigen Vertriebenen kehrte zurück. Die Furcht vor der Rache der! Spartaner aber bewog die Athener, durch Gesandte bei Artapherncs,dem Bruder des Königs Darius, persische Hülfe nachzusnchen, die sienicht erhielten, weil Unterwerfung durch Uebersendung von Erde undWasser ihnen zur Bedingung gemacht wurde. Die gefürchtete Wieder-kehr der Spartaner erfolgte. Bcioe Könige, Klcoinencs und Demara-tuö, fielen mit einem nicht bloß spartanischen, sondern peloponncsischenHeere ein, während zugleich von Böoticn und Chalcis aus, wo man diel athenische Demokratie fürchtete, sich ein Angriff vorbereitete. Doch dasHeer der Peloponnesicr löste sich auf, als es bis nach Elcusts gekommen' war. Die beiden Könige wurden uneins und Kleomenes, von dem^ Milkönige und den Bundesgenossen verlassen, mußte den Rückzug an-treten. Da schlugen die Athener die Böoler und Chalcidier. In Chal-^ cis nahmen sie den Aristokraten ihre Ländereien und vertheilten sie unter^ eine Anzahl von Athenern so, daß sie den Grund zur Erwerbung derInsel Euböa legten. Eine derartige Colonie, mittelst deren auf dem> Boden eines besiegten griechischen Staates fester Fuß gefaßt wurde,i nannte man Kleruchie. Sie unterschied sich von den übrigen Colonieen^ dadurch, daß diejenigen, welchen Land angewiesen war, nicht nothwendign selbst dort wohnten, sondern in Athen bleibend, dasselbe verpachtenkonnten, so daß oft die alten Eigenthümer die Pachter wurden. Dieses Siege über die äußeren Feinde waren zugleich Siege der Demokratie^ .über die Oligarchie und, von dem Bewußtsein der erprobten Kraft ge-s hoben, zeigte sich Athen in vollem Aufschwünge. Die Spartaner konntenH sich aber um so weniger beruhigen, als der aufblühende Handels-

staat mit dem gleichfalls durch Handel bedeutenden Jnselstaate Acgina,l einem Gliede des peloponnesischen Bundes, in eine Spannung gerathen, war, in Folge deren die Aegineten auf Anstiften der Böoter Feindselig«i leiten gegen die Athener begonnen hatten. Vorher waren Chalcis undf Erctria zwei der bedeutendsten Handelsstädte gewesen, aber in gegen-

s scitigen Kämpfen hatten sie beide dermaßen verloren, daß der Handeli sich andere Mittelpunkte suchte und es war ein heftiger Wetteifer zwischen!> Athen und Aegina entstanden, der nur eines Anlasses bedurfte um in^ offene Feindschaft überzugehen. Da nahmen die Spartaner den miß-

! lnngenen Versuch in veränderter Weite auf. Hatten sie das athenische

Volk durch Unterstützung der Oligarchen nicht zügeln können, so hofftensie es zu können, wenn sie ihm den vertriebenen Hippias zum Herrschersetzten. Dieses Vorhaben aber scheiterte an dem Widerspruche deri Korinther, die in einer nach Sparta berufenen Versammlung von Abge-ordneten des peloponnesischen Bundes so nachdrückliche Gegenvorstellun-I gen machten, daß auch die übrigen Bundesgenossen gegen den Plan ein-k genommen wurden. Hippias kehrte nach Sigeum zurück und bemühte

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