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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Die Griechen vor dem Kampfe mit den Persern.

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chenland durch Mäßigung ausgezeichnet und förderte die Blüthe Athens.Besonders merkwürdig ist, daß Athen unter ihm eine Macht zur Seebesitzt. Schon im Zeitalter des Periander, der diese Erwerbung durcheinen Schiedsrichterspruch bestätigt haben soll, hatte es den MyiilenäernSigeum am Hcllespont entrissen und Pisistratus nahm es ihnen zumzweiten Male ab und setzte seinen unächtcn Sohn Hegesistratus daselbst alsTyrannen ein. Dem Lygdamis war er zur Aufrechthaltung seiner Herr-schaft ebenso behülflich, wie dieser wieder die des Polykrates von Samosstützte. Wie fest seine Herrschaft gewesen, zeigt sich auch darin, daß siebei seinem Tode im I. 528 ohne Hinderniß auf seine Söhne Hippias,Hipparchus und Thessalus, überging, von denen der älteste, Hippias,eigentlich an die Stelle des Vaters trat. Die Regierung wurde einedrückendere, seitdem den Hipparch zwei Athener, Harmodius und Aristo-giton, in Folge erlittener Kränkung bei einem öffentlichen Feste im I.514 ermordet hatten. Hier ist die Stelle, wo die Spartaner, den Ty-rannenregierungen überall feindlich, in die Angelegenheiten der Athenereinzugreifen anfangen.

43. Die verbannten Alkmäoniden hatten Athen nicht aus den Au-gen gelassen. Von Alkmäon's Zeit her im Besitze der Gunst des del-phischen Orakels, hatten sie sich in derselben dadurch befestigt, daß sieden durch Feuer verzehrten Tempel herzustellen unternahmen und sichdabei durch Leistungen, die über das Maß der übernommenen Verpflich-tung hinausgingen, freigebig zeigten. Dieser Gunst gemäß bewog dasOrakel die Spartaner zu dem Entschlüsse, die Herrschaft der Pisistratidenzu stürzen. Nachdem ein Versuch fehlgeschlageu, gelang ein zweiter,den König Kleomenes machte. Eine Schaar thessalischer Reiterei, dieim Solde der Tyrannen stand, wurde geschlagen und es begann dieBelagerung der Akropolis durch die Spartaner und die mit ihnen ver-einigten Unzufriedenen unter den Athenern. Schon hatte, da sie sich indie Länge zog, Kleomenes das Land verlassen, da fielen den Athenerndie Kinder der belagerten Herrscher, als man sie nach Sigeum rettenwollte, in die Hände und die Väter mußten sich, um dieselben zu retten,zur Räumung des Landes verstehen und sich nach Sigeum, wo sie un-geachtet der persischen Herrschaft noch einflußreich gewesen zu sein schei-nen, zurückziehen. Hiermit war den Alkmäoniden, deren Haupt MegaklesSohn Klisthenes war, der Weg nach Athen geöffnet. Da erwachtewieder der Streit zwischen ihnen und der Oligarchie und die Gefahr,derselben zu unterliegen, drängte sie jetzt auf die Seite des Volkes undmachte den Klisthenes zum Fortbildner der solonischen Verfassung indemokratischer Richtung. Um dem Gegner den Sieg zu entreißen,stürzte der zum Demokraten gewordene Alkmäonide in den vier altenPhylcn den Grundpfeiler der früheren Eupatridenherrschaft nieder. Mit

Kiesel, Weltgeschichte. I.