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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
Entstehung
Seite
166
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16g Die Griechen vor dem Kampfe mit den Persern. ^

lichen Vorstellung der Vorgänge ist zu merken, daß die Einheit, welche !

einzelnen Gruppen der Städte eigen gewesen, zum Theil erst in Asien '

selbst entstanden ist, daß die Städte nicht alle als von den Ansiedlernangelegt, sondern zum Theil nur als durch dieselben in Besitz genommen izu denken sind und daß in den an der mysischen und lydischen Küste !gegründeten Niederlassungen die teukrische und die mäonische Bevölke-rung vermöge ihrer pelasgischen Natur sich unter dem Einflüsse derAnkömmlinge um so leichter hellenisirt haben, als diese auch von demVorgefundenen Götterdienste Manches annahmen. ^

17. Die äolischen Niederlassungen theilen sich in drei Gruppen. Umden elaitischen Meerbusen, in den der Kaikus mündet, lagen, den Mpsern !und Lpdcrn benachbart, elf Städte, unter denen Cpme die bedeutendstewar und zu denen als zwölfte eine Zeit lang noch das jenseits desHermusflusses an der Südseite des Gebirges Sipplus gelegene Smyrna jgehörte. Eine zweite Gruppe bildeten die sechs Städte auf der InselLesbos, deren bedeutendste Mytilene und Methpmne waren. Die dritteGruppe bestand aus einer großen Anzahl von Städten in Mpsien, dievon dem Berge Jda bis zum Hellespont hin ausgebreitet waren. Hierwar die Landschaft Troaö, in welcher einst das teukrische Königreich mit !der Hauptstadt Troja oder Jlium bestanden hatte. An den Fall diesesReiches knüpft sich wahrscheinlich die Gründung der dortigen griechischenNiederlassungen. Dafür spricht außer der Erwägung, daß der von derDichtung verherrlichte trojanische Krieg, der so große Kräfte des jen-seitigen Griechenlands hier vereinigt hatte, kein ohne Folgen vorüber- ^gegangenes Ereigniß sein kann, auch der Umstand, daß viele der frag-lichen Städte ihre Gründer mit dem Heerführer der Eroberer von Troja,dem achäischen Könige von Mpcenä, dem Pelopiden Agamemnon, ingenealogische Verbindung setzen. Hiermit läßt sich auch die Nachricht, !daß viele der Städte von Cpme und Lesbos aus gegründet seien, ver- §einigen, indem auch diesen näher gelegenen Griechen durch den Fall desteukrischen Reiches ein neuer einladender Weg für Auswanderungen er-öffnet worden sein kann. Daß aber die Dichtung vom trojanischen !Kriege die Sieger heimkehren und viele auf der Fahrt oder zu Hanse !untergehen läßt, ist ein unwillkührlichcr Ausdruck für das Erlöschen der >Heroenzeit, wie er sich auch bei dem meerbeherrschenden KreterkönigeMinos findet, der auf einem Zuge nach Sicilien verschwindet. Hat ^die Gründung dieser Niederlassungen, deren Andenken die Dichtung in fder aus der Gesammtheit herausgehobenen und in's Große ausgebildeten !§Begebenheit der Belagerung und Eroberung Trojas bewahrt, eineMenge von griechischen Unternehmungen durch Anweisung eines gemein-samen Zieles vereinigt, so hat sie dadurch einen großen Beitrag zurGründung eines einheitlichen, nationalen Bewußtseins geliefert. Nicht