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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
Entstehung
Seite
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izy Die Griechen vor dem Kampfe mit den Persern.

kraft geschaffenen Sinnbilder ganzer Stämme und der von ihnen ver-folgten Richtung der Thätigkeit, nnd so entspricht ihr Verhältniß zueinander denjenigen Berührungen, welche sich zwischen den Stämmenergaben. Daher sind denn auch den Begebenheiten, bei denen sie han-delnd erscheinen, persönliche Beweggründe untcrgclegt. Sic selbst abererscheinen über das Maß der Wirklichkeit hinaus vergrößert, indem ihneneine mehr als menschliche Kraft geliehen und ihrer Thätigkcit ein dieserKraft entsprechender Erfolg zngcschrieben wird. In ihren Thaten maltsich, wenn sie auch im Einzelnen als geschichtliche Wahrheit zu neh-men sind, eine Zeit voll von Kämpfen zum Schutze der Bedrängtengegen Räuber und Ungeheuer, zur Befriedigung des Verlangens nachBesitz, der Rache nnd des Thatendranges. Mit dem großen Maßstabe,in welchem alles dieses dargestellt ist, stimmt es überein, daß die Heldenselbst großentheils von Göttern abstammen nnd so mit der Erklärungihrer übermenschlichen Kraft zugleich die Nachweisnng einer höheren Be-rechtigung gegeben ist. Alle diese Eigenthümlichkeiten fassen sich in denihnen eigenen Namen von Heroen zusammen. So steht an der Spitzeder griechischen Geschichte die Erinnerung an eine vergangene Zeit vollheftiger Bewegungen und gewaltiger Erschütterungen, durch welche dasVolk hindurch gehen mußte, um zu festen Zuständen zu gelangen. Dasvon einer solchen Zeit nicht zu trennende Walten ungezähmter Begier-den erscheint gemildert durch den Mnth, der auch, wo er Schranken derOrdnung überspringt, doch eine rohe Feindschaft verhindersi die Kräfteeines jugendlich frischen Volkes vor Erschlaffung bewahrt, die Lust zukühnen Thaten weckt und manchen Vorzug des Gemüthes zur Entwick-lung kommen läßt. Wenn jedoch die dorische Wanderung die geschicht-liche Zeit Griechenlands beginnt, so wird darum nicht sofort jede diefolgende Zeit betreffende Nachricht geschichtlich. Vielmehr dauert, wennsich auch die Gestaltung festerer Verhältnisse in ihren Anfängen erkennenläßt, die Mpthenbildung eben so fort, wie Erscheinungen, die dem Hc-roenzeitalter entsprechen, noch in der Wirklichkeit in Menge vorgekommensein mögen. Noch bleiben Sage und Dichtung die alleinigen Mittel,Erinnerungen fortzupflanzen und die Erzählungen entspringen nicht demBedürfnis das Geschehene in ursprünglicher Form treu fcstzuhalte»,sondern dem Drange, den herrschenden Anschauungen, Empfindungen nndBestrebungen in der Gestalt der Erzählung einen Ausdruck zu geben.Mit der Befriedigung dieses Dranges verträgt sich aber Verwechslungvon Personen, Verknüpfung des nach Zeit und Ort Getrennten, Umge-staltung und Erweiterung von Thatsachen.

3. Im Zusammenhänge mit den Erzählungen aus der Heroenwelthaben auch die Vorstellungen von den Göttern sich ausgebildet und ge-ordnet. Pelasgischeö und hellenisches Leben haben zur Ausbildung des