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Die Perser.
Empörung sich für Smerdis aus, zweimal Babylonien, und jedesmalnahm das Haupt der Empörung als Sohn des Nabonadius die Herr-schaft in Anspruch, einmal Medien unter einem Phraortes, der sich einenAbkömmling des Cyarares nannte. Auch Susiana, Parthien mit Hyr-kanien, Margiana, Arachosicn, das Land der Sattagyden, sämmtlich Ge-biete in Iran, werden als aufgestanden und bezwungen genannt. Amhartnäckigsten war aber der Kampf gegen Armenien, das erst nach dreiFeldzügen unterworfen wurde. Von allen diesen Aufständen ist nur derzweite babylonische im I. 516 durch griechischen Bericht in seinem Ver-laufe näher bekannt. Der Wiverstand war ein verzweifelter und dieBelagerung blieb neunzehn Monate lang vergeblich. Da soll Zopyrus,der Sohn des zu den Sieben gehörigen Megabyzus, die Stadt in desKönigs Gewalt gebracht haben, indem er, an Nase und Ohren verstümmeltund von Geißelhieben blutend, als verstellter Ueberläufer bei den Ba-byloniern Aufnahme gefunden, das Vertrauen derselben gewonnen, sichbei ihnen zum Oberbefehlshaber emporgeschwungen und die Stadt denPersern in die Hände gespielt habe. Die Mauern der Stadt wurdengeschleift und viele vornehme Babylonier auf Pfähle gespießt.
25. So wie diese Begebenheiten den von Darius zur Einrichtungseines Reiches getroffenen Anordnungen vorhergingen, hat man sich aucheinen großen Kriegszug, den er im I. 513 nach Außen unternahm, alsjener inneren Thätigkeit vorhergehend zu denken. Dieser Kriegszug warein fruchtloser Versuch, die Scythen zu unterwerfen, führte die Perserzum ersten Male nach Europa, bereitete ihre Berührung mit den Griechenvor und lenkte den Blick der Geschichte nach Gegenden außerhalb desKreises des damaligen geschichtlichen Lebens, deren Völker nur als ganzeMassen genommen auf die geschichtlichen Völker Einfluß hatten. DasVolk der Scythen im eigentlichen Sinne wohnte von dem Tanais oderDon westwärts bis in die Tiefebenen des Jster oder der unteren Donauhinein. Sie waren ein Volk mongolischer Abkunft und die Bekannt-schaft mit ihnen mag die Veranlassung gewesen sein, daß die ebenfallszum großen Theile mongolischen Nomadenvölker, die in Asien die Nach-barn des persischen Reiches waren, mit dem Namen Scythen belegtwurden und so im Laufe der Zeit der Name Scythen sich in unbe-stimmter Weite bis nach Sibirien hin ausdehnte. Die eigentlichen Scy-then grenzten gegen Südwesten an die Völker thracischen Stammes undim Osten von ihnen erscheinen später die Sauromaten oder Sarmaten,die nachherigen Slaven. Wenn als Beweggrund für Darius' Angriffauf dieselben angegeben wird, daß er für den früheren Einfall derScythen in Asien habe Rache nehmen wollen, so ist darauf kein Gewichtzu legen. Noch hatte Darius dem Perserreiche kein weiteres Land ge-wonnen und es ließ sich als Ziel die Gewinnung der pontischen Ge-