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Die Israeliten.
Edomitern und Philistern im Verbände mit Juda. Doch sollte dieBehauptung dieser zinspflichtigen Staaten, von denen der edomitischeschon gegen Salomo sich unter seinem vor David nach Aegypten geflohe-nen und nach dessen Tode von dort zurückgekehrten Fürsten Hadad em-pört hatte, in der Folge noch manchen Kampf kosten.
18. Die nächste und wichtigste Folge der staatlichen Trennung wareine religiöse. Der Prophet, von dem Jerobeam die Ankündigung seinesRegentenberufes erhalten, hatte die Befestigung seiner Macht an dieBedingung geknüpft, daß er auf Gottes Wegen wandte. Doch in demBewußtsein, daß die Religion der staatlichen Trennung entgegen sei, ließJerobeam sich sofort angelegen sein, die Bevölkerung seines Reiches demHeidenthum zuzusühren, damit nicht die religiöse Einheit die Abgefallenenunvermerkt wieder dem Hause Davids zuwende. In Nachahmung desägyptischen Apisdienstes stellte er goldne Kälber zu Bethel und Danauf als die Götter, die Israel aus Aegypten geführt hätten. So wurdedie Religion abhängig von den Vortheilcn der regierenden Fürsten und,da diese, für Begründung ihrer Macht auf bloß irdische Mittel gewiesen,mannigfache Verbindung mit benachbarten Fürsten und Völkern suchten,begegneten sich bald in Israel die Greuel ägyptischen, babylonischenund phönicischen Götzendienstes mit ihren die Sittlichkeit vernichtendenWirkungen, und selbst die Priester, die in der Absonderung den MosaischenOpferdienst beibehielten, mußten, von dem eigentlichen Boden der ge-meinsamen Religion losgerissen, bald einem der Mosaischen Lehre wider-sprechenden Leben verfallen. Die Anklänge an die Mosaische Lehrewurden jetzt sogar gefährlich, da die verführende Kraft des Jrrthumssich durch Beimischung der Wahrheit nur erhöht. Dem einreißendenVerderben wurde um so weniger gesteuert, als die frommen Israeliten,unter ihnen viele Leviten, das Land verließen, um im Reiche Juda eineZuflucht zu suchen. So verloren die Levitenstädte ihre Bedeutung unddie alten gemeinschaftlichen Grundlagen der Religion und Verfassungverschwanden. Unter solchen Umständen wurde der Zweck, dem dieAuflehnung anfänglich zu gelten schien, die Erneuerung der Freiheiteines gesonderten Stamm- und Familienlebens, die durch Gründung desKönigthums zurückgedrängt war, keineswegs erreicht. Das Zerreißender Einheit diente, indem es die königliche Gewalt des religiösen Gegen-gewichts entledigte, zur Gründung eines militärischen Despotismus, derbei der Macht, die er in die Hände der Feldherrn legte, eine Quellewiederkehrender Empörungen wurde, so daß die neunzehn Könige,welche während der drittehalbhundertjährigen Dauer des Reiches regieren,neun Dynaftieen angehören, von denen sieben durch Königsmord, vierdurch Vertilgung aller Mitglieder der vorhergehenden, begründet werden.
19. Einen weniger betrübenden Anblick als die Geschichte des