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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Die Israeliten.

werden sollte, in einer Schule läuternder Erfahrungen auszubilden.In der Verfolgung, der er fortwährend zu entgehen hat, stählt erseine Kraft, übt seinen Edelmuth und gewinnt inehr und mehr Liebeim Volke, aus welchen: Anfangs nur Gedrückte und Gekränkte zu ihmhalten. Saul war inzwischen, als Samuel gestorben, immer rathloscrgeworden, wovon der Versuch, den Schatten des Propheten durch einealte Zauberin zu Endor heraufbeschwören zu lassen, einen Beweis gibt.Der Krieg mit den Philistern wurde unglücklich geführt und nach einerNiederlage, die er auf dem Gebirge Gilboa von ihnen erlitten, stürzteer sich in sein Schwert. Seine Regierung hatte vierzig Jahre, von1095 bis 1055 vor Ehr. Geb., gedauert und cs begann für ebensolange Zeit die Negierung des Königs, mit welchem das Ideal des israe-litischen Königthnms sich soweit verwirklichen sollte, daß an ihm die Zu-kunft einen thatsächlichen Beweis für dessen Erreichbarkeit hätte undan dein Andenken der Vergangenheit sich immer wieder aufrichtenkönnte.

15. Es war natürlich, daß das Streben der Absonderung, das inden einzelnen Stämmen so mächtig war, zu einer Zeit, wo die könig-liche Würde streitig sein konnte, Parteiungen hervorrief. Den Sanlhatte sein milder, für das Gute empfänglicher Sohn Jonathan, derdem David in inniger Freundschaft zugelhan gewesen, nicht überlebt. Erwar in dem letzten unglücklichen Kriege gegen die Philister gefallen. Dage-gen behauptete Sauls Feldherr Abner sich unter dem Vorwände, für dessenanderen Sohn Jsboseth die Herrschaft retten zu wollen, noch sieben Jahreunabhängig von David, der während dieser Zeit, nur vom StammeJuda anerkannt, in Hebron regierte. Erst Almers llebergang zu Davidbrachte diesem die Anerkennung von Seiten der übrigen Stämme zu-wege, die feierlich und förmlich durch Abgesandte in Hebron ausgesprochenund durch eine neue Salbung bekräftigt wurde. Der Einfluß Almersdiente indessen David nicht lange, da derselbe von Davids Feldherr» undSchwestersohne Joab, dessen Bruder er erschlagen hatte, getödtet wurde.Die Gegenpartei hatte aber ihre Stütze verloren und Jsboseth erlagdem Meuchelmorde, dessen Urheber jedoch David ebenso mit dem Todebestrafte, wie er es in Ziklag mit demjenigen gcthan, der in der Hoff-nung auf Lohn sich vor ihm der Erlegung Sauls gerühmt hatte. Wäh-rend seiner Negierung, die mit Einschluß der siebenjährigen Herrschaftüber den einzigen Stamm Juda, vierzig Jahre dauerte, gab David alsglücklicher Heerführer dem israelitischen Staate seine weiteste Ausdeh-nung. Seine erste That war die Eroberung der von den kanaanitischenJebusitern bis jetzt besessenen Stadt Jebus, des nachmaligen Jerusalem,welche zum Mittelpunkte des Reiches nnd, durch Uebcrtragung der Bun-deslade aus Kiriath Jearim auf die Burg Zion, zum Mittelpunkte der