Die Aegyptlcr.
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nicht auf zuverlässige Weise in Einklang gebracht, noch viel weniger ineine synchronistische Beziehung zu der babylonischen und assyrischen Ge-schichte gesetzt sind. Zu den Ramessiden gehört der König, welcher beiden Griechen Sesostris heißt und dessen Negierung der Höhepunkt ägyp-tischer Macht und Bildung ist. Dem Charakter ägyptischer Abgeschlossen-heit und Beschränkung entgegen erscheint er als Eroberer und seineKriege erstrecken sich über Libyen, Phönicien, Syrien, Kleinasien bisnach Thracien und in die kaukasischen Länder. Eine sagenhafte Erwei-terung ist es vielleicht, wenn Baktrien, Scythien und Indien hinznge-fügt werden. In den durchzogenen Ländern ließ er Denkmäler seinerSiege zurück und noch findet sich bei Smyrna ein Denkmal, bei welchemman an Namesses denken zu müssen glaubte, welches jedoch durch seinenKnnststyl sich nicht als ein ägyptisches ausweist. Sicher aber ist, daßDenkmäler in Aegypten diese Siegeszüge verherrlichen. Ohne Zweifelist von diesen Zügen das assyrische Reich in Zeiten, für welche cs anKunde über dasselbe fehlt, heimgesucht worden. Einer solchen nirgendwoberichteten Berührung zwischen Aegypten und Assyrien gelten vielleichtdie in ägyptischen Königspalästen befindlichen Darstellungen von Seege-fechten. lieber den Untergang der thebanischen Dynastiecn und der vonNamesses gegründeten Herrschaft über fremde Länder fehlt es an Nach-richt. Die späteren gehören nach den ihnen beigelegten Namen, Tank-ten, Bubastiten, nochmals Taniten, Saiten, dem niederen Aegypten an.Den Mittelpunkt des Reiches bildete wahrscheinlich Memphis, in dessenNähe das Feld der Pyramiden ist. Diese Bauwerke stammen auseiner jüngeren Periode der ägyptischen Kunst als die von Oberägyptenund haben, da ihre äußere Bekleidung abgerissen ist, und die Stufenbloßgelcgt sind, die Zuschriften verloren, mit denen auch sie gewiß be-deckt waren. Von Nhampsinit, an dessen Namen sich eine novellenartigeGeschichte von Erbauung eines Schatzhauses und von der unüberwind-lichen List des Baumeisters knüpft, ist eö zweifelhaft, ob er der thebani-schen oder der memphitischen Zeit angehört. Als Erbauer von Pyra-miden und somit als der memphitischen Zeit angehörig werden Cheops,Chephren und Mycerinuö genannt, von denen der erste und dritte alsein gottloser und ein gottesfürchtiger Fürst einander gegenüber gestelltwerden, da der eine, der Baulust zu genügen, die Tempel geschlossenund die Opfer verboten, der andere den Gottesdienst wieder hergestellthabe. Auch der König Möris, der den gleichnamigen See angelegt,gehört dieser Periode an. Der See war ein Mittel, die Gewalt derUcberschwemmung zu einer Zeit, wo der Boden des unteren Aegyptensnoch nicht genug angehöht war, durch Ablassung des Ueberflusses zumindern. Der See ist im Laufe der Zeit verschwunden, da der vondem Wasser zurückgelassene Schlamm auch seinen Boden allmälig erhöht