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1 (1855) Die vorchristliche Zeit
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Die Babylonier unv die Assyrier.

Samaria ein Ende und es fand auch für die von Tiglath Pilesar ver-schonten Landestheile Vertauschung eines Theiles der Bevölkerungmit auswärtigen Ansiedlern statt, aus deren Vermischung mit den zu-rückgebliebenen Israeliten das Volk der Samaritaner erwuchs. Assyriengebot mächtig im westlichen Asien. Babylonien muß von ihm abhängig ge-wesen sein und vielleicht stand selbst Medien in einem ähnlichen Verhältnisse.Die Eroberungszüge bedrohten das Reich Juda und Aegypten. MitSargon begann der Angriff auf das letztere dieser Länder, vorbereitetdurch die Eroberung der philistäischen Stadt Asdod oder Azotus. Dochunter dessen Nachfolger Sanherib brach sich die assyrische Macht anAegypten und Juda. Gleichwohl behielt sie noch Kraft genug, das un-zuverlässige Babylonien im Zaume zu halten und über griechische Frei-beuter, die in Cilicien eingedrungen waren, einen Sieg zu erkämpfen.Auf diesen Sieg soll die Gründung der Stadt Tarsus am Flusse Cyd-nus gefolgt sein und eine Bildsäule mit dem Namen Sardanapal, welchedie Begleiter Alexanders daselbst fanden, stellte vermuthlich den Sanhe-rib dar. Sanherib wurde i. I. 696 in einem Tempel von einem sei-ner Söhne unter Mitwissen eines zweiten ermordet. Einem der Mör-der entriß bald die Herrschaft ein dritter Bruder Esarhaddon, den San-herib zum Unterkönige von Babylonien eingesetzt hatte und vor demsetzt die beiden andern nach Armenien entfliehen mußten. Unter ihmwird ein nochmaliger Angriff ans Aegypten gemacht und bei dieser Ge-legenheit kann es gewesen sein, daß der König Manasses von Judain die Gefangenschaft nach Babylon wanderte. Eine Nachricht läßtSanherib sogar mit einem geworbenen Heere durch Kleinasien bis anden Hellespont ziehen und zur Erklärung dieses Zuges bietet sich dieMöglichkeit dar, daß er der Abwehr von Einfällen räuberischer Völkeraus dem gegenüberliegenden Thracien gegolten habe. Die NachfolgerEsarhaddons, über deren Namen nicht einmal Uebereinstimmung ist, schei-nen die Kriegszüge nicht fortgesetzt zu haben. Das Reich neigt sichunter wahrscheinlich unkriegerischen Fürsten zum Untergange und vonBabylonien und Medien aus, wo sich neue selbstständige Herrschaftengebildet, wird dessen Sturz bewirkt. Sardanapal, entweder ein zweiterdieses Namens oder der einzige, nur in frühere Zeit zurückversetzt,fällt mit der Hauptstadt Ninive i. I. 605 und die Zeit Assyriens istvorüber.

5. Aus dem Dunkel, welches auch für die Zeit der gegen Syrien,Phönicien, Israel, Juda und Aegypten vordringenden Könige Assyriensüber den Verhältnissen dieses Reiches zu den übrigen Nachbarstaaten ruht,tritt Babylonien gewissermaßen heraus mit dem Namen eines KönigesNabonassar. An ihn knüpft sich eine mit dem 26. Februar des Jahres747 vor Ehr. Geb. beginnende Zeitrechnung, welche der ägyptische Geo-