Friedrich Barbarossa.
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Deutschland und Italien einen langen Frieden und die trefflichsteVerfassung bereitet, da er endlich den Saladin gedemüchigrhat, so dürfen wir mit Recht Friedrich den guten und durchedle heroische Eigenschaften ausgezeichneten Fürsten beizählen.
Ich müßte nun auch von seinem häuslichen Leben und feinenhäuslichen Sitten reden, welche Ligurinus außerordentlich rühmt.Es sind aber seine großen Thaten Acuguiß, daß er weder derSchwelgerei noch der Wollust ergeben gewesen ist, und seinen ho-hen religiösen Eifer beurkunden viele Denkmäler. Denn er hatviele sogenannte evlle^ia LeAularium *) gestiftet, in welchen dieReligionswissenschaften getrieben werden sollten, weil er sah, daßsie in jenen altern und reichern Collcgien und Klostcrschulcn ver-nachlässigt wurden. Ich erinnere mich drei solcher von ihm ge-stifteten Collegien, zu Adelburg, Hanau und Gelnhausen. Aufdie übrigen kann ich mich nicht besinnen. Seine eifrigste Sorgefür Gesetze und öffentliche Zucht bezeugen sowohl seine Gesetze,als einige Beispiele. Einen der Psalzgrasen, der sich in seinerAbwesenheit einiger Orte im Erzbisthum Worms bemächtigthatte, bestrafte er streng; er mußte nach der alten Sitte einenHund aus den Schultern, bei den Vorderfüßen ihn haltend, durchganz Worms tragen. Er besaß eine ziemliche Kenntniß der la-teinischen Literatur, welche er nach dem Zeugnisse des Otto vonFreisingen und Ligurinus liebte und förderte. Denn der Erzbi-schof Otto von Freisingcn, der mit ihm verwandt war, sagt,Friedrich hätte ihn ausgcfordert, ein geschichtliches Werk zu schrei-ben, und der Dichter Ligurinus bezeugt, Friedrich habe nicht nurdie Wissenschaften und gelehrte Männer begünstigt, sondern auchdafür gesorgt, daß sein Sohn einen tüchtigen wissenschaftlichenUnterricht erhielt. Denn das sind seine Worte:
„Heil! daß solch' einen König uns gab die mächtige Gottheit,
Der mit der Wissenschaft Schmuck, so reichlich geziert, den Ge-lehrten
Auszuzeichnen versteht vor der ungebildeten Menge,
Und die Camöncn, die lange schon stumm, sich gewöhnt zu schwei-gen,
Weckt zum alten Beruf, der würdig des herrlichsten Lohn's ist."
") Hofschulen.