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Rede über den Ausspruch Christi:
mit unabsehbare Verwirrung und darauf heidnische Verwüstungeintrete. Der Sohn Gottes aber, die Ihn anrufcnde Ge-meinde gleichsam in Seinen Händen haltend, wirst die Teufel jdurch Seine unermeßliche Macht zurück, besiegt und jagt sie von !dannen, und wird sie einst in den höllischen Kerker einschließen ^und in alle Ewigkeit mit furchtbaren Qualen bestrafen. Diesen 'Trost wollen wir in Ansehung der gesummten Kirche sowohl, als !unser selbst, ein Jeder fest halten. l
Wenn wir in dieser zerrissenen, kriegerischen Zeit Staaten >auflodern und zusammen stürzen sehen, so schau' auf den Sohn 'Gottes, der im geheimen Rath der Gottheit steht, und Sein ^Häuflein schützt, und die schwachen Schäflein gleichsam auf Sei-nen Händen trägt. Sei überzeugt, daß von Diesem auch dubeschützt und erhalten wirst. :
Aber hier schreien einige nicht richtig Unterwiesene: Wohl !wünschte ich, der Sorgfalt eines solchen Hüters empfohlen zusein; aber Seine Schafe nur wahrt Er. Ob zu dieser Herdeauch ich zu zählen bin, weiß ich nicht. Diesem Zweifel muß !man auf's beharrlichste entgegen kämpfen. Denn der Herr selbstversichert in dem nämlichen Ausspruche, daß Alle, welche hö-ren, und die Stimme des Evangelium im Glaubenergreifen, Seine Schafe heißen; wie Er auch ausdrücklichsagt: „Wer Mich liebet, der wird Mein Wort hal- :ten, und Mein Vater wird ihn lieben, und Wir wer-den zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen/")Diese unerschütterlichen Verheißungen des Sohnes Gottes mußman zuversichtlich sich nneignen. Auch sollst du nicht dich selbst durchdeinen Zweifel von dieser seligen Herde ausschließen, welche aus der ^Gerechtigkeit des Evangelium hervorgeht. Diejenigen unterschei- :den nicht richtig zwischen dem Gesetz und dem Evangelium,welche, weil sie rmwürdig, sich nicht unter die Schafe zählen.Vielmehr ist dieser Trost uns geboten, daß wir wahrhaftig, umdes Sohnes Gottes willen, ohne Verdienst, und nicht we- .gen unsrer Würdigkeit angenommen werden, allein durch den ^Glauben, weil wir unwürdig und unrein, und fern von der Erfül- !lung des Gesetzes sind. Es ist ferner diese Verheißung eine all- ^gemeine, wie der Sohn Gottes spricht: „Kommt zu Mir Alle, !die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch ec- :quicken!" **)
») Ich. 14, 23.
") Matth. 11, 28.