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5 (1830)
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daß dein Glaube nicht aufhörc! gesprochen 1549.

s Verheißungen überzeugt sein. Ein Glaubensfunke entzünde sichs in uns; von Gott wollen wir Hilfe bitten und erwarten, und,gestützt auf diese Hoffnung, stark sein im Bekenntniß der Wahr-heit, und wenn cs auch Etwas zu leiden geben sollte, so müsse

> unser Muth nicht brechen, so wollen wir nicht Gott und demEvangelium zürnen; der Schmerz soll uns nicht besiegen, sondernder Gedanke der Gegenwärtigkeit Gottes uns aufrecht halten.

> Das ist der eigentliche Kampf der Kirche, in welchem sie nichtnur lernt, was der Glaube ist, sondern auch Gott einen wohlge-fälligen undvernünftigen Gottesdienst" darbringt. Denn Gottberuft seine Kirche aus der vielfach gemischten Menge des mensch-lichen Geschlechts, und Er beruft sie, nicht zu Spiel und Lust,sondern damit sie im harten Streite von dem Willen und denAbsichten Gottes, und von dem Mittler, nnserm Herrn JesusChristus, vor dem ganzen Menschengeschlecht Aeugniß ablege.Dieser Bezeugung widersetzt sich der Teufel, der Gott hasset, mitfurchtbarer Wuth; darum übt er, wie Anfangs gesagt worden,seinen Grimm gegen die Kirche, und beißt uns in die Fersen,und treibt seine Werkzeuge an, daß sie sich erkühnen, die wahreKirche zu vertilgen. Daher trifft den Einen dieses, den Anderenein anderes Ungemach. Es gibt Haß und Feindseligkeit zu be-

l stehen, Schmach zu ertragen, das Elend der Verbannung und

i Hinrichtung zu erdulden. Aber hier klagt unsere seufzende, und

I diese Leiden fliehende Schwachheit, daß solcher schweren Last unsre

i Kräfte nicht gewachsen seien. Und diese Klage ist eben so gegrün-

^ det, als rühmlich. Denn seine Schwachheit anzuerkennen, ist fromm

und heilsam, weil das antrcibt, den Helfer zu suchen. Hier höreden Sohn Gottes, welcher die Versicherung gibt, Er sei unserFürbitter, und wolle uns auch in diesen leiblichen Nöthen bei-: stehen.Ich will euch nichtWaisen lassen," spricht Er *),

! und Paulus:Ich habe das Todesurtheil in mir selbst^ getragen, damit ich mein Vertrauen nicht auf michselbst stellcte, sondern auf Gott, der die Tobten auf-crwecket, welcher mich von solchem Lode erlöset hat,und noch täglich erlöset."**) Und anderswo sagt er:Gottsei Dank, der stets siegt durch den Sohn."***) Darumträgt die Kirche Lasten, die ihre Kräfte übersteigen, darum ent-behrt sie menschliche Hilfe, damit die Gegenwärtigkeit Gottessichtbar werde. Du irrest nicht einsam und verlassen in deinerVerbannung, sondern der Sohn Gottes geht vor dir her; du

^ Joh. 14, 18. ") 2. Kor. 9, 10. 1. Kor. 15, 57.