gehalten 1543.
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und nährt, kommt mir das Schiff in die Gedanken, aus wel-chem Paulus von Judäa nach Melite segelt. Ungeachtet das-selbe dermaßen zwischen Felsenklippen umher geschleudert, und durchdie Wuth der Stürme und Wogen so zerrüttet worden war, daßdie zerrissenen, klaffenden Wände desselben das Ansehen gaben,als werde cs nun die Schiffsleute versenken, dennoch ganz in^ den Hafen sich rettete, weil es den Paulus trug. GleicherWeise hoff' ich, daß auch unsre Hochschule bestehen wird, so lang'sie Paulum tragen, d. h. ihn recht und treulich darstellen wird.Denn die Lehre des Paulus ist, wie ich schon oben gesagt, das, Licht zu der prophetischen und apostolischen Predigt.
Die Gefahren unsrer Zeit ergreifen mich tief, und es ist keinZweifel, daß Veränderungen der Staaten drohen, welche ver-hängnisvolle Strafen für die menschliche Lasterhaftigkeit mit sichführen. Dennoch aber wird Gott Seine Kirche bewahren, undüber einigen Freistätten frommer Studien mit Seinem Schutzewalten. So lange daher diese Hochschule den Paulus als Leh-rer hören, und ihre wissenschaftlichen Bestrebungen durch Fleiß> in guten Sitten schmücken wird, so lange wird, wie ich hoffe,
' Gott auch diese Stätte und diese Versammlungen beschützen. Doch
ich kehre zu meiner Lobrede zurück.
Es ist, wie ich schon gesagt, für die Kirche hauptsächlich die- Vergleichung des Gesetzes und des Evangelium von großem Nut-zen, welche in den Schriften des Paulus vollständiger undlichtvoller, als irgendwo dargelegt ist. Auch einige andere Ma-terien könnte ich hinzufügen, welche von ihm deutlicher behandeltwerden, wie der Unterschied zwischen der Gerechtigkeit des Gei-stes und der bürgerlichen Gerechtigkeit, der Unterschied zwischenKirche und politischer Verfassung. Ferner verwirft er bestimmt. und deutlich selbst erwählte Gottesdienste, um uns zu beleh-ren, welchen Dienst Gott als Seine Verehrung ausdrückend be-trachte. Auch verwahrt er den bürgerlichen Frieden, und schmücktbürgerliche Ordnung, Obrigkeit, gute Gesetze, Rechtspflege, Ver-träge, Kriegswesen, Ehe und wohlgeordneten Haushalt mit denehrenvollsten Ausdrücken.
i Die Aussprüche dieses Lehrers über diese Dinge stelle ich weitüber die politischen Schriften des Plato und Aristoteles, ob-gleich auch diese mit Weisheit geschrieben sind. Paulus aberschließt eine heilsame Belehrung daran, indem er zeigt, daß diese! Pflichten des äußern Lebens von Gott angeordnet, und daß die! Menschen darum durch Zeugung, Erziehung, Verwaltung, Vcr-
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