gehalten 1527.
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die Hand abhackte, ein Vatermörder wäre. Und was ist es dennAnderes, als ein Vatermord, wenn am Vaterlande, wer magwissen, wegen welches Vergehens, eine so schreckliche Strafe voll-zogen wirde Nicht nur das Loos der Stadt schmerzt mich, son-dern auch das anderer Völker. Denn dieses Schicksal Romswird, wie ich fürchte, einen großen Verlust an den edelsten Gü-tern bei allen Nationen herbei führen, wofern nicht Gott, nachseiner hohen Güte, sich unsrer annehmen, und Mittel gegen diedrohenden Uebcl uns zeigen wird. Ich glaube, daß auch Euchsowohl der Untergang der berühmtesten Stadt schmerzt, als auchdie Furcht vor den drohenden Uebcln erschüttert. Denn obgleichRom von Allen als Vaterstadt in Ehren gehalten werden sollte,so muß dieses doch vornehmlich von uns geschehen, die wir unsder Sprache desselben bedienen, und mehr Wohlthaten, als diegroße Menge, von ihm empfangen haben. Das Recht habenwir mit der Menge gemein, nicht aber die Wissenschaften undKünste, welche hoch über allen menschlichen Dingen stehen. Ihrnun, die Ihr wahre Quirlten seid, erwägt, so oft Ihr an dieseunglückliche, jammervolle Plünderung denkt, die 'Ansprüche, diein einer solchen Zeit an Euch ergehen! Ein großer Theil derMenge lacht böslich bei fremdem Mißgeschick, und triumphirt,als sei Alles so recht gekommen. Von der Denkart solcher Leutesollen wir weit entfernt sein; denn sie wissen es nicht, was siejener Stadt zu verdanken haben, oder welchen Verlust das Ge-meinwesen durch ihren Fall erlitten hat. Da ferner bei diesemunglücklichen Schicksale Roms auch die Wissenschaften scheinengefährdet worden zu sein, so widmet Euch, wie es guten Bür-gern geziemt, denselben um so eifriger; denn retten wir diese,dann darf man nicht zweifeln, daß auch jene Stadt zu ihremfrühern Stand und Ansehen wieder erhoben werden kann.