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durch Dr- Philipp Mclanchthon. 15-16.
dem Predigen und mit Lesen in der Schule, daraus man dar-nach noch bas hat sehen können, wie einen guten Verstand erhatte; also daß ihn viel treffliche Männer, als nämlich Dr.Martin Mellcrstadt und Andre mehr, fleißig gehöret haben, undDr. Mellcrstadt oft gesagt: es wäre ein solcher hoher Geist indem Manne, daß er nichts Anderes könnte denken, denn er würdeeine neue Art und Weise zu lehren in die Schulen bringen.
Allda hat er erstlich die Dialektica und Physica aus demAristoteles gclehret, und doch dazwischen nicht unterlassen, derheiligen Schrift Lehrer fleißig zu lesen.
Uebec drei Jahre darnach ist er gen Rom gezogen, von we-gen etlicher Zwiespalte zwischen den Mönchen, und als er in dem-selben Jahre wieder gekommen, ist er nach gemeinem Gebrauchder hohen Schule Doctor geworden, und hat ihm Herzog Frie-drich, Kurfürst zu Sachsen, die Kosten dazu erlegt; denn erhatte ihn zuvor gehört predigen, und sich verwundert, da er ge-sehen, wie reich von Verstand und kräftig in Worten er wäre,und wie nützliche Lehren er handelte in seinem Predigen. Undist zu wissen, daß er zum selbigen Mal schon im 30sten Jahrseines Alters gewesen, damit Niemand meine, er sei Doctor ge-macht worden, che er zum rechten Verstand gekommen sei. Ererzahlete uns, wie er sich solcher Ehren sehr geweigert; da Hab'ihn Staupitius geheißen, er soll sich lassen zum Doctor machen,und in «Schimpfs *) weise dazu gesagt, unser Herr Gott werdenun Viel zu thun bekommen in seiner Kirche, dazu Er ihn brau-chen müsse. Wiewohl nun dieses eine Schimpftede gewesen, istes doch darnach also ergangen. Wie denn oft viele Dinge zuvorgesagt und crrathen werden, wenn solche Aenderungen sollenkommen.
Nach diesem hat er angefangen, die Epistel zu den Römernauszulcgen, darnach die Psalmen, und hat dieselben Schriftendermaßen an den Tag gebracht, daß alle fromme verständige Leuteseine Lehre nicht anders können halten, als ein neues Licht, dasdurch die dicke Finsterniß, darin sic zuvor lange gesessen waren,heraus scheinet und leuchtet. Denn da zeigt er an, welcher Un-terschied zwischen dem Gesetz und Evangelium wäre; widerlegt denJrrthum, der damals in den Kirchen und Schule» überhand ge-nommen hatte, in welchen man lehrte, daß die Leute durch ihreeigne Werke Vergebung der Sünden verdienten und durch außer-
Scherz.
V.
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