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5 (1830)
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Philipp Mclcmchlhoii. 1539.

len uns verzeihen, erhören und selig machen wolle. Und obgleichdieses sterbliche Leben mit der Sünde, dem Tode und andernUebeln behaftet bleiben wird, so beginnt doch Gott neues Lichtund Leben in denen, welche solches glauben; diese nämlich ge-nießen das Wohlgefallen Gottes um jenes Nachkommens willen,und beginnen nun, Zhm gehorsam zu sein. Auch wird derselbekommen, um über die Welt Gericht zu halten, und denen, diean Ihn glauben, das ewige Leben zu geben, den Teufel aber,und Alle, die den verheißenen Nachkommen verachten werden, inewige Strafe hin zu geben.

Ich glaube, daß zu dieser Gottesvcrehrung vorzüglich alleMenschen berufen sind, daß sie die wundervollen Werke Gottesund Seine Wohlthatcn preisen, daß der Zorn Gottes und SeineErbarmung kund werde, damit Gott gefürchtet und verherrlicht,und Viele selig werden. Es soll sich auch der Mensch durch keineGefahren abschrecken lassen, diese Verehrung Ihm darzubringen.Denn es wird stets eine Gemeinschaft Derer vorhanden sein, dieden Herrn verkündigen, wenn sie auch die furchtbarste Wuth derSchlange und der Verächter Gottes bis zum Gericht verfolgenwird; dann aber wird die unvergängliche Herrlichkeit der From-men offenbar werden, und ob sie auch schwach sind sic werdenin ihren Kämpfen von Gott unterstützt und erhalten werden.Diesen unfern Gott und Schöpfer nun, Welcher uns um SeinesVerheißenen willen die Seligkeit zusichert, fürchte ich; Diesenrufe ich an, Ihn bete ich an, Ihm übergebe ich mich zu eigen;Ihn bitte ich, daß Er mir um des Verheißenen willen gnädigsei, mich durch Sein Wort regiere, mich gegen die Gewalt derSchlange in Schutz nehme, daß Er in mich Sein Licht gebeund fromme Gesinnungen; und ich glaube, daß ich um SeinesVerheißenen willen gewiß Erhörung und Gnade finden werde.Ich bitte ferner, Ec wolle die wahre Kenntniß Seines Zornes,«Deiner Erbarmung und des verheißenen Retters unter uns erhal-ten und vermehren, und Seine wahre Verehrung nicht durch dieArglist der Schlange verdunkeln lassen; Er wolle auch mein Be-tragen also lenken, daß ich nicht gegen Ihn sündige, und meinBeispiel Andern nicht schädlich werde. Und da Er selbst uns dasLeben gegeben hat, und die Erde fruchtbar macht, damit sic unsnähre, so bitte ich Ihn, daß Er uns Unterhalt für unfern Leibgewähren und uns gesund erhalten wolle; auch wolle Er unsereAeltern erhalten, damit es uns nie an Unterweisung und Leitungmangele; Ec erhalte und regiere auch meine Brüder und Schwe-