420
theil auszuführen ift, auch kann fie ein folcher Staat,wenn er exiltiren Ibllte , entbehren, denn fein Wohl-ftancl bedürfte keines Zuwachfes mehl-, weil er dasMaximum deflelbcn erreicht haben würde. In Län-dern hingegen, wo Mangel an Bevölkerung als Folge,oder in Verbindung mit mangelnden Erwerbsmittelnlieht, wie es gewöhnlich der Fall ift, da ilt die Zuk-kerfabrikatioii als Mittel, mehrere Bevölkerung zubewirken, von ganz vorzüglich guten Folgen, dennIle enthält die Mittel, wodurch viele Menfclien ihreBedürliiiile befriedigen können, und da, wo es ausMangel an F.r werbsmiUeln , oder noch aulser Culturliegenden Ländereyen , an Bevölkerung Itlilt, enthältlie in üch felblt den Grund zur Abheilung dieferStaatsgebrechen.
Ade. So entliehen hier zwey Fragen:
Die erfle. Ob, wenn die landesherrlichen auf denEingang des fremden Zuckers gelegten Gefalle , auchdurch Mangel der Möglichkeit, iie ohne einige De-fraudation, von einläiidifcheii auf dem platten LandeetablirtcnZuckerfabriken einzuziehen, etwas gefchmä-lert und uiificherer gemacht werden füllten, aus die-fer elwanigen Schmälerung ein Naclithcil entliehenkönnte, der mit den grolben Vortheilen zu verglei-chen wäre, den die Zuckeriäbrikalion in vielen an-dern in den elftem §§. diefes Abfchnilts näher ange-zeiglen Rückliclileu verlpricht ?
Die zweyte. Ob es denn wirklich kein Mittel giebt,wodurch eine Regierung die landesherrlichen Abgabenvon den Produkten lieber einziehen kann, welche inZuckerfabriken auf dem Lande erzeugt werden.
Die erfte Frage beantworte ich verneinend, und zwaraus dem einem jeden einleuchtenden Grund, dal’s,wenn ich für 10 , die ich zu verlieren in Gefahr michfetze, 100 lieber gewinne , mir noch immer ein poli-tiver Gewinn!! von <jo bleibt.
Die zweite Frage ift unftreitig bejahend zu beantworten,denn der Carnmeralili und Financier werden Mittelgenug linden, über Zuckerfabriken eins Contrelh:führen zu lallen, durch velrhe ihre ouautitative Er-