ei mm wirken. Am andern Morgen wurden die Mifchnn-
gen jede für lieh eine halbe Stunde lang gekocht, mitabgerahmter Milch geklärt und filtrirt. Die vollkommendurchlichtigen Flüiligkeiten waren der Farbe und demHarkern oder i'chwächern Kalkgefchmack nach verfchie-den. Die Schwelelfäure präcipilirte in a eine Menge Se-lenit. ln ß gefchah desgleichen in weit gi ringerer Menge,ln y erft nach dem Verdiiniten von etwas Waller in derWärme. « färbte das Curcuma-Papier braun, zum Be-weife, dafs noch iiberilülliger Kalk lieh in der Fiülligkeitaufgclöft befand, ß und y liefsen es unverändert, a liefeKalkerde in grolser Menge fallen, als Kolilenfäure durch-geleitet wurde, iu ß und y brachte die Kohlenfäure keineVeränderungen hervor. Sämmlliche liltrirte Aullöfiingeuwurden in fcliwachen Schaalen einer gelinden Wärme am-
aeftellt, um das Waller verdiuiften zu lallen.
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Um noch ein viertes Mifchiingsverhältnifs zu hekom-men , wurde noch i Pfund P'arinzucker mit 8 Loth Kalkin hinreichendem Waller gekocht, die mit b bezeichnteAuilüfimg filtrirt, und zum Verdünlten des Wafiers in ei-nem warmen Zimmer aufgeftelit.
§. 454.
JKacli Verflufs von 6 bis 8 Wochen erhielten wir fol-gende Produkte: Die Milchling von 4 Loth Kalk mit 20Lolli Zucker lieferte eine trockene criltallinifche Malle,dem braunen Candis ziemlich ähnlich.
Das Gemeugfel von ■§ Loth Kalk mit 25 Loth Zuckerhatte lieh gar nicht crillallilirt, fondern in eine dem Vo-gclleim an Zähigkeit ähnliche, lehr klebrige Malle ver-wandelt.
Die Mifchung von i Lolli Kalk mit 25 Loth Zuckerlieferte hellgelbe dem weilsen Candis 1'aJt älmliche Criftalle.
Die Mifclinng vofi 8 Loth Kalk mit l Pfund ZuckerHellte eine durchlichtige , dem Gummi ähnliche Malle, miteingeftreuten rhomboidalifchen Griflallcn dar. Von die-len vier Erzeugniilen hnd Proben mit a } ß, y, 5 , be-zeichnet beygefiigt.
§■ 455.
Jede diefer Mafien wurde fofort befonders geprüft.'Das Waller, worin a aufgelofi wurde, wurde augenblick-lich trübe. Die liltrirte, dem Wein an Farbe ähnlich#