fie weil auffallender werden , wenn der im Sommer initß Runkelrüben anzubauende Acker erll im Frühjahre mitSchaafdiingtr überfahren und durch Beackerung damitvermifciiL wird.
§. 5i.
Aus dem Vorhergehenden folgt die praktifelie Regel,daf. man bey frifcher Düngung eines Ackers, in welchemdie Runkelrüben als erfte Frucht kommen, um folclie vonder beiten Qualität zur Zuckerfabrikalion zu gewinnen,nur Rindviehdiiuger anwenden jnufs , in Ermangelung die-fes Pferdedünger , aber weder Schaaf- noch Schweindün-ger, und zwar am wenigiten, wenn der Dünger nichti'chon im Flerblie untergeackert werden kann.
§■ 5a.
Bey der Düngung eines Ackers, den man zwar in derFolge zum Rüben-Anbau beftimmt, der aber nach erhal-tener frifcher Düngung erll eine andere Frucht bringen,foü , bevor er mit Runkelrüben angebaut wird , hat mankeine Rücklicht darauf zu nehmen, ob man mit Schaaf-,Schwein-, Rindvieh-, oder Pferdemilt düngt, weil, wieich es bemerkt habe, die abweichende Wirkung dieferverfchiedenen Düngergattungen auf die Mil'chung der Run-kelrüben lieh nur aullällend und fo bemerkbar zeigt, dafsdadurch ein bedeutender Unterfchied entliehen kann , wenndie Runkelrüben als elfte Frucht in dielen Düngerartenangebaut werden.
§. 53.
Der Dünger zeigt feine den Wachsthum beförderndeWirkung erll aisdann, wenn er durch natürliche Zerllö-rung aufgelehloll'en und zerfetzt wird. Aus dielem Grun-de ill es nöthig , den Acker, den man im folgenden Som-mer zum Runkelrüben-Anbau beliimmt, fchon im Herb-fte zu düngen , und den Dünger in folchem fogleich un-terzubringen. Anl'serdem ill bey dem Anbau aller Wur-zel gewachte, alfo auch bey dem der Runkelrüben , nochein Grund, aus welchem das Unterackern des Düngersim ilerblie nöthig ill, w r eil nämlich die Wurzeln, wenniie bey ihrem fortfehl-eitenden AVachslhume auf nicht zer-rottete DimgermaUe llofsen, lieh zertlieilen, und mehrereSeilenäfte treiben, welches Zcrtheilen der BauptwurzelEuroji. Ziu-kei-fahribu, Th. I. 3