Einwendungen. 285
Entwicklung des Napoleonkultus und seiner Gegensätze inFrankreich und Deutschland bis in die zwanziger Jahre. Imzweiten Kapitel: „Wie ist Heinrich Heine der typische Na-pvleondichter Deutschlands geworden?" werden die Ursachenfür diese Tatsache, die sich nicht wohl in Abrede stellen läßt,aufgesucht und begreiflicherweise die Jugendjahre in Düssel-dorf, die Zustände in Hamburg, Bonn und Berlin in Betrachtgezogen. Sonderbar, daß Holzhausen mehrmals (z. B. S. 69,192) als Heines Geburtsjahr 1799 annimmt, während dochnach dem, was Elster, Franzos und ich darüber sagten, dasJahr 1797 durchaus als das richtige erscheint. Einzelne An-gaben des Buches werden dadurch in falsches Licht gerückt.Aber selbst wenn man an dem Jahre 1799 festhält, muß esbefremden, daß Heine im November 1827, also fast 28, inWahrheit fast 39 Jahre alt, in Frankfurt Börne als „halt-loser Jüngling" entgegen treten soll (S. 142). Nicht ein-stimmen kann ich auch in das beinahe uneingeschränkte Lob,welches Holzhausen bei der Schilderung der DüsseldorferZuständedem Werke von Ducros, „kleine et 8c>n kemps", Paris 1886,spendet, einem Buche, das von erheblichen Fehlern nicht freiist und zudem häufig in einen unerfreulichen chauvinistischenTon verfällt. Hinter dem wirklich vortrefflichen Werke vonLegras „Henri kleine poete", Paris 1897, steht es weit zu-rück; in der Allgemeinen Zeitung, Beilage vom 15. Juli 1886,und in Arthur Chuquets ,Revue critique" vom 25. Oktober1886 und 14. Februar 1887 mußte ich mich ausführlicher,als hier am Platze wäre, darüber aussprechen").
Wenn bei Heines Aufenthalt in Berlin auch die Per-sonen erwähnt werden, mit denen er in nähere Berührungtrat, so erfahren wir zu gleicher Zeit, wie Varnhagen, Rahel,Chamisso, Stägemann, Ludwig Robert, Willibald Alexis,Helmine v. Chezy, E. T. A. Hoffmann, Grabbe und andereüber Napoleon gedacht haben. Auf dieser eingehenden und
-) Vgl. oben S. 191 ff.