Schülerverzeichnisse und Altersstufen. 269
Seine, finden wir seinen Freund, Christian Seche, geb. am19. Juli 1798; in der zweiten Klasse einen anderen Freund,Anton Pelmann, später Appellationsgerichtsrat in Köln, geb.am 29. Dezember 1799; in der dritten Klasse, drei Jahrehinter Seine, den späteren Professor und Geheimen Nevisions-rat in Berlin Alexander v. Daniels, geb. am 9. Oktober1899, und Ludwig Schopen, den späteren Aniversitätsprofessorund Gymnasialdirektor in Bonn, geb. am 17. Oktober 1799zu Düsseldorf; endlich in der vierten Klasse Friedrich Stein-mann aus Düsseldorf, Seines oft genannten Llniversitäts-genossen, geb. am 7. August 1891. All diese jungen Leutewürden in der philosophischen Klasse 16 oder beinahe 16,der hochbegabte, wissenschaftlich frühreife Schopen beinahe17 Jahre gezählt haben.
Etwas weiter wird die Altersstufe hinaufgerückt seit1814, in dem preußischen Gymnasium, das, nach dem Lehr-plan Kortüms von unten an gerechnet, auch nur sechs Klassenzählt, aber den Schüler in den beiden obersten je zwei Jahreverweilen läßt. Ich erwähne nur: Ostern 1816 werden auf-genommen: Gustav Seine mit 12 Iahren in die fünfte Klasse,Max Seine mit 11 Iahren in die sechste Klasse. — DasAlter stimmt freilich nicht genau mit der gewöhnlichen An-gabe, Gustav sei 1895, Max 1897 geboren.
Seit 1819 lassen sich die Beispiele, soviel man will,vervielfältigen; denn in den jährlich ausgegebenen Programmenwird stets das Alter der abgehenden Primaner verzeichnet.Die Zahlen schwanken zwischen 18 und 22 Iahren. 18 und19 Jahre sind bei weitem in der Mehrheit. Eine Ausnahmemacht nur der einzige, 1891 geborene Sohn des MarschallsSoult, welcher letztere eine mit Seines Mutter bekannteDüsseldorferin geheiratet hatte und nach der zweiten Ab-dankung Napoleons mehrere Jahre als Verbannter in Düssel-dorf lebte. Sektor Napoleon Soult, Graf von Dalmatien,wird Ostern 1816 in die zweite Klasse ausgenommen undschon im August 1817 für die Universität entlassen, nachdem