Keines „Gedichte"; die „Briefe aus Berlin". 233
daß Köchy „aus Poetenneid in Braunschweig das Ausge-pfiffenwerden des ,AlmansoL eingeleitet oder wenigstens an-geregt habe". Die hier mitgeteilten Ausfälle gegen die „Ge-dichte" und die auch sonst hervortretende Sinnesart Köchyslassen den Verdacht keineswegs als unberechtigt erscheinen.Der nicht unbegabte, aber unbeständige, vielgeschäftige Mannwar am 26. Oktober 1860 zu Braunschweig geboren, lebtewechselnd als Schriftsteller, Advokat, Theaterdichter und-Direktor in seiner Vaterstadt und starb erst im Mai 1886zu Leipzig.
Wenn Peine, was man einem jungen Autor nicht ver-übeln darf, für die gute Aufnahme seiner „Gedichte" sich be-mühte, so hat er dagegen über die beiden Prosawerke einbeinahe vernichtendes Arteil nicht allein ausgesprochen, sondernsogar selbst in Vollzug geseht. Von den „Briefen ausBerlin" wurden nur kurze Bruchstücke in die erste Ausgabeder „Reisebilder" aufgenommen; in den späteren Ausgabenfielen sie ganz weg. Auch die Schrift „Aber Polen" erschienbei Lebzeiten Peines nur einmal im „Gesellschafter" vom17.—29. Januar 1823, noch dazu von dem PerausgeberGubitz und der Zensur durch Zugaben und Abstriche „ausschändliche Weise" verunstaltet. Aber der Plan einer Am-arbeitung für die „Reisebilder" wurde aufgegeben und erst1852, als es sich um die Gesamtausgabe der Werke handelte,wieder in Erinnerung gebracht. Man begreift, daß die„Briefe aus Berlin" als ein ungerechtes Jugendwerk vondem Autor bald nicht mehr als echte Kinder anerkannt wurden.Schon die beinahe überschwängliche Devotion vor allem, wasdem Pose oder dem königlichen Pause angehörte, war dermehr und mehr hervortretenden Sinnesrichtung Peines durch-aus widersprechend. Gleichwohl bilden sie in seiner literari-schen Entwicklung keine unwichtige Stufe. Die Vorzüge wie dieAnarten der „Parzreise" und der später» „Neisebilder" lassensich beinahe ohne Ausnahme darin erkennen. Obwohl imganzen harmlos und selbst in den ironischen Stellen ohne