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Heinrich Heine : Gesammelte Aufsätze
Entstehung
Seite
185
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Änderungen und Zusätze. 185

Patriotismus der deutschen Freiheitskriege durchstrichen. Siemochten Seine, obgleich er noch in den Erinnerungen desnapoleonischen Kaisertums schwärmte, nicht bloß für diepreußische Zensur, sondern auch für das deutsche und hoffent-lich für sein eigenes Nationalgefühl zu stark erscheinen.Ausdie weltlichen Seerschaaren," liest man in der gedruckten Aus-gabe (Strodtmann S. 5V; Elster S. 237),war nicht mehrzu rechnen und man mußte vertrauensvoll den Blick nachdem Simmel wenden." Im Manuskript (S. 4243) liestman weiter:Mit christlicher Fassung mußten diese Prüfungenertragen werden, und die Preußen besonders halfen sich mitder christlichen Demuth. Als sie bey Jena den Franzosen denRücken drehten, warfen sie sich in die Arme der Religion.Nach so einer verlorenen Schlacht gibt es in der That keinebessere Religion als das Christenthum." Die zunächst folgen-den Sähe des Manuskriptes sind zur Mitteilung nicht ge-eignet (vgl. Elster S. 535f.).

Die bekannte Stelle (Strodtmann S. 51; Elster S. 237):Wir hätten auch den Napoleon ruhig ertragen .... aberman befahl uns den Patriotismus, und wir thuen alles, wasuns unsere Fürsten befehlen," hatte zuerst folgende Fassung(Manuskr. S. 43):Wir hätten auch den Napoleon ganzruhig ertragen. Aber unsere Fürsten, als sie hörten, daßdiese Geißel Gottes durch deu russischen Feldzug sehr schwachgeworden sey, konnten sie es nicht länger mit christlicher Ge-duld ansehen, daß wir die Sklaven fremder Tyrannen waren,und sie befahlen uns Patrioten zu werden. Wie sich vonselbst versteht, wir gehorchten diesem Befehl und weckten inunserer Brust die Begeisterung des Patriotismus." Dannfolgt im Manuskript die jetzige Fassung, deren stilistischeVorzüge niemand verkennen wird.

Wenige Zeilen später vergleicht Seine den deutschenPatriotismus, welcher darin bestehen soll, daß er alles Fremd-ländische haßt, mit dem Patriotismus der Franzosen, derdas Serz erwärmt und ausdehnt, so daß es nicht mehr bloß