Keines Briefe vom 9. und lZ, Jan. 184Z.
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meine Gedanken über das Testament und über die Ränke,die gegen mich geschmiedet worden, öffentlich ausspräche. Dieöffentliche Meinung ist leicht zu gewinnen für den Dichter— gegen Millionäre. — Campe wird Ihnen schreiben.Die Artikel müssen alle aus Hamburg datirt seyn. WennSie Freunde in Hamburg hätten, die direkt aus Adolf Hallewirken könnten? Der will Senator werden, und hat Furchtvor der Presse. — Sie sehen, hier steht nicht ein Buch, son-dern die Existenz auf dem Spiel. Eilen Sie und gewinnenSie den Gegnern den Vorsprung ab. Ist es mir möglich,so geh' ich selbst in nächster Woche nach Hamburg, das sag'ich aber nur Ihnen, nicht mahl meiner Mutter oder Schwester,die sich ängstigen würden, denn ich muß durch Deutschlandreisen — daher das strengste Geheimniß. Meine Ankunftsoll wie eine unerwartete Bombe wirken. — Mathilde habejichj etwas beruhigt, indem ich ihr sagte, daß ich Ihnenschriebe, dem großen Helfer in der Roth. Da ich bald reise,so brauchen Sie nicht zu antworten; ist es mir möglich, nächsteWoche. Der Schlag traf mich aus heiterem Himmel. Meinehiesigen Feinde, die Foulds, reißen Carl Heine auf gegen
mich Es ist eine mystische Geschichte, und ich denke,
Sie kommen jetzt nach Hamburg, sobald ich dort bin. Ma-thilde ist krank vor Schreck und Aerger; alles stürmt zugleichauf uns ein.
Ihr armer Freund, der aber nicht den Kopf verliert,
H. Heine.
XXl.
Paris den 13. Januar 1845.
Liebster Dettmoldt!
Ich will Ihnen heute bloß sagen, daß ich zu unwohlbin, um zu reisen, daß ich hier bleibe und daß ich also Ant-wort von Ihnen empfangen kann, wenn Sie mir bald schreiben.Ich bin in der That sehr krank, vielleicht einem Nervenfieber