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Heinrich Heine : Gesammelte Aufsätze
Entstehung
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140 Äeinnch Äeinc und Johann Äermann Detmold.

interessant durch die Mitteilungen über diejungdeutscheAnthologie", welche Keine in Gemeinschaft mit Detmoldherausgeben wollte. Aber diesen Plan ist sonst gar nichtsbekannt geworden, obgleich er mit anderen BestrebungenKeines in naher Verbindung steht; denn 1836 war die zweiteAuflage derromantischen Schule" erschienen, beinahe umein Drittel vermehrt durch die eingehende Charakteristik derjungdeutschen Poeten. Zu dieser Literargeschichte sollte dieAnthologie gewissermaßen die Belegstellen bringen und dadurchden Eindruck verstärken.

Man sieht serner schon in diesen Briefen, wie Keinesich Detmolds zu bedienen suchte, um zunächst auf seinenBruder Max und durch diesen auf Salomon Keine zu wirken.Schon der Amweg läßt das Verhältnis zu dem reichen Onkelkeineswegs in erfreulichem Lichte erscheinen.

Keines Vater und die ganze Familie hatten dem KamburgerMillionär vieles zu danken, der Dichter insbesondere dieMittel, die ihm den Weg von der Wechselbank zu den Am--verfitäten Bonn und Göttingen eröffneten. Aber wenn esdem Jüngling nicht zur Anehre gereicht, von fremder Linter--stützung abzuhängen, für den Mann wird es selten ohneNachteil bleiben. Schon aus diesem Grunde muß man KeinesÜbersiedelung nach Paris ein Anglück nennen, denn sie raubteihm für immer die Möglichkeit, unabhängig, auf eigenen Füßenzu stehen. Er selbst empfand das Drückende, Anwürdigeseiner Lage, und indem er dann dem Onkel gegenüber dasGefühl seiner geistigen Aberlegenheit um so entschiedener zumAusdruck brachte, mußte es notwendig zu Gegensätzen undZerwürfnissen kommen. Ein Zerwürfnis war auch im Kerbst1836 eingetreten. Keine stand in Gefahr, die von dem Onkelihm ausgesetzte Iahresrente von 4066 Franks zu verlieren.Dazu kamen andere Anglücksfälle: Verlust hinterlegter Gelder,Insolvenz eines Freundes, für den er gebürgt hatte; er mußtedurchaus versuchen, die Gunst des Onkels wiederzugewinnen.Detmold hat ohne Zweifel, so wie Keine wünschte, dafür