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Zu Keines Gedichten.
Ick) sitze mit meinem KummerIm hohen grünen Gras,
Da kommt ein sanfter Schlummer,
Ich träum ich weiß nicht was.
Ich denk an meine SchöneIch denk ich weiß nicht wasEs rinnt gar manche ThräneHinunter in das Gras.
Die beiden letzten Strophen genügten dem Dichter nicht,er fand statt ihrer den glücklicheren Abschluß:
Doch ich kann nicht singen und springen.Ich liege krank im Gras,
Ich hör ein süßes Klingen!lnd träum, ich weiß nicht was.
Schon der erste Abdruck im „Gesellschafter" vom 26. Juni1822 zeigt noch manche Verbesserungen, aber immer konnteder Dichter sich nicht genug tun. Erst zwei Jahre später indem von Rousseau herausgegebenen „Westteutschen Musen-almanach" erscheint das Gedicht in vollendeter Gestalt, sosein und zierlich ausgefeilt, daß man die Vergleichung mitder älteren Form gern hier vornehmen wird. Sonderbarer-weise ist es dann von Seine zwanzig Jahre lang vergessen. Im„Buch der Lieder" (1827) sucht man es vergebens; erst 1844in den „Neuen Gedichten" lesen wir wieder, bis auf einegeringe Abweichung — „höre" statt „hör' ein" — genau wieim Nousseauschen Musenalmanach:
Gekommen ist der Maye,
Die Blumen und Bäume blühn,
And durch die HimmelsbläueDie rosigen Wolken ziehn.
Die Rachtigallen singenHerab aus der laubigen Höh,
Die weißen Lämmer springenIm weichen, grünen Klee.