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Heinrich Heine : Gesammelte Aufsätze
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ckeine vor dem Bonner Universitäts-Gericht.

übrigens nicht vorzeigen konnte, nur wenige Ausdrücke ver-ändert, nämlich die bärtigen Musensöhne, die Neunzig mitihren Ziegenhainern auf den Berg ziehen ließ, in einfacheStudenten verwandelt und von ihrer Ausrüstung gar nicktgesprochen. So kam die Reihe nun an Neunzig; am23. Noveniber erscheint er zum erstenmal vor dem Aniver-sitätsrichter, den: später so bekannt gewordenen KriminalistenMittermaier, damals Vizesyndikus der Universität. Alleswäre zutreffender als die Behauptung, der Richter habe denVorgeführten verwickeln oder die Sache selbst erschwerenwollen. Aber Neunzig selbst beging die Angeschicklichkeites scheint, um seinen Freund, den Redakteur, aus der Ver-legenheit zu ziehen die eigenmächtig zugesetzten Worteaufrecht zu halten und sogar, zum großen Ärger des Unter-suchenden, von einem Hoch auf die Burschenschaft zu reden.Äber ein solches .Hauptverbrechen war es nun unumgänglich,die genaueste Rechenschaft zu fordern. Elf Studenten undzwei auf dem Kreuzberg anwesende Professoren werden inden nächsten Tagen über die Sache verhört. Die Art derFragestellung kann man aus dem folgenden Protokoll ent-nehmen.

Protokoll

verhandelt am akademischen Gerichte zu Bonn,den 26. November 1819.

präsentibus:

.Herr Professor Mittermaier,

qua stellvertretender Lzmciicus:

Oppenhoff, Tlniversitäts-Sekretär.

Der vorgerufene stuckiosus juris .Harry .Heine ausDüsseldorf, 19 Jahr alt, seit Michaelis d. I. in Bonn, ge-hörig die Wahrheit zu sagen ermahnt, nack vorgängiger Er-