Briefe von Ende August und I. Sept. 1825.
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VI.
Norderney, den 1. Sept. 1825.
Staatsrath!
Nur so viel kann ich mich erinnern, daß ich Dir vorigeWoche in der verdrießlichsten Stimmung und in der aller-größten Eil geschrieben. Das Fährschiff war im Begriffabzusegeln, der Schiffer wartete bloß noch auf meinen Brief,ich wünschte mich selbst zum Äenker und krazte was Zeughielt. Ich hoffe, daß Du aus meinem Geschreibsel klug ge-worden bist und daraus ersehen, daß ich Dich um 6 Louisd'oranpumpen wollte und Dich bath, selbige unter Addresse desÄerrn Ä. Äeine, Or. ^ur. abzugeben bei Äerold 61 Wahlstabin Lüneburg, mir zu schicken und mir wissen zu lassen, obDu das Geld noch vor Januar zurückhaben mußt und obich es etwa in Berlin jemanden für Dich zurückzahlen kann.Ich muß Dir aber nochmals schreiben, weil ich nicht weißob ich Dir auch bedeutet habe, daß Du in dem Briefe,worinn Du die sechs Louisd'or einpackst nichts schreiben darfst,indem ich einem Bekannten Ordre gab einen solchen Geld-brief für mich aufzubrechen und mir den Inhalt nachzuschicken.Ich muß nemlich aus höchstwichtigen Ursachen noch einigeZeit im L> anomischen herumreisen. Was Du mir alsoprivatim zu sagen hast, mußt Du mir in einem besondernBrief unter derselben Addresse schreiben. —
Sey überzeugt, daß ich Dir bei dieser Gelegenheit dengrößten Beweis meiner Freundschaft gebe, indem ich trotzmancher innern Regungen des Anmuths gegen Dich, michdennoch in der Noth mit unbedingtem Vertrauen an Dichwende. Vergiß dies nie, besonders wenn ich je in den Fallkäme Dir einen Dienst leisten zu können, woran ich zweifle.Du verstehst mich.
O Christian, ich bin heute in einer sehr weichen Stim-mung und möchte von alten Dingen sprechen, von alterWehmuth und neuer Thorheit, von bitterer Eseley und