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Heinrich Heine : Gesammelte Aufsätze
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Aus Keines Jugendzeit. Keine und Christian Sethe.

hinweisend, erwiderte kaltblütig, man müsse dann vorerst dasGesetz erschießen (il kaut nupnrnvsnt füsilier In Io>). ImSommer 1813 nach Düsseldorf entlassen, wurde er schon imnächsten Jahre bei der von den verbündeten Mächten eingesetz-ten Regierung zum Direktor des Gouvernementsrats ernanntund 1816 Präsident der Immediat-Iustizkommission in Köln*).

Von Keines Vater hören wir gerade das Gegenteil.Er zählte zu den eifrigen Bewunderern Napoleons. Andin der Tat mochte der französische Kaiser von den Judenals Messias gepriesen werden, die er zuerst aus dem Zu-stande rechtlos unwürdiger Anterdrückung befreit hatte. AufKeines Entwickelung sind die ersten Eindrücke und die Stim-mung des väterlichen, wahrscheinlich auch des SetheschenKaufes nicht ohne Einfluß geblieben. Vielleicht erklären siedie wechselnde Stimmung, die er noch eine Reihe von Iahrenhindurch Preußen und Frankreich gegenüber hervortretenläßt. Im Frühling 1815, bei dem neu ausbrechenden Kriegegegen Napoleon, erbot er sich zu freiwilligem Dienste. Da-rauf ist aber kein besonderer Wert zu legen, weil alle Schülerder obersten Klasse, in der er sich eben befand, dasselbe taten*).Als dann infolge der kriegerischen Ereignisse diese Klasse sichauflöste, wurde Keine von seinem Vater für den Kandelbestimmt. Schon im Jahre 1815 brachte er einige Monateauf dem Bureau eines Bankiers in Frankfurt zu; im fol-genden Sommer ging er nach Kamburg, wo der Onkel,Salomon Keine, indessen zum Besitzer von Millionen sichaufgearbeitet hatte.

Aber die unerfreulichen Eindrücke dieses ersten Aufent-halts an der Elbe hat Keine später oft genug in Prosa und

*) Nekrolog: Christoph Wilhelm Heinrich Sethe. Berlin I8SS.

**) So erzählt Strodtmann (I, 38), wie es scheint, nach einerMitteilung von Keines Jugendfreund I. Neunzig. In der späterzu erwähnenden Liste der Bonner Immatrikulations-Kommission findetsich aber neben Keines Namen die Bemerkung:bis zum Jahre 1814auf der Schule zu Düsseldorf".