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Nachricht von einigen Häusern des Geschlechts der von Schlieffen oder Schlieben vor Alters Sliwin oder Sliwingen
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XX!I. Von den brandenburgischen Aesten der Sliwin. 45/

anhaltischen Fürstengruft beygesetzt. Für und gegen die Aechthcit der von ihm gespieltenRolle sind so manche Gründe vorhanden, daß es wohl ewig eine Streisfrage bleibenwird, ob er in der That Maldcmar gewesen sey oder nicht? ob ein Opfer oder einWerkzeug der herrscherlichen Unredlichkeit, die leider unter dem Namen von Politik zurEhre gereicht, wie der Raub unter dem von Eroberung? (r)s

Aarlen IV gelang es, durch diese dunkele Vorfälle jene wichtige Besitzung von dembaperschen Hause auf das sinnige zu bringen; aber nicht lange darauf gediehe sie zumEigenthums eines andern, welches allmälig mehr durch die Ueberlegcnhcit der fähigenMänner, die es hervorbrachte, als durch blosse Glückszufälle weit über seines Gleichenerhoben wurde»

Friedrich von Hohenzollern, Anfangs Pfleger der Mark für'Kaiser Sigismunddem letzten Mannsbilde unter den schwerdseitlichen Urenkeln Aarls lV, crstri't sie gleich-sam von dem dort fast unabhängig gewordenen Adel; der Kaiser aber, dem er wichtigeDienste geleistet und grosse Summen vorgeschossen hatte, ließ ihn endlich 14iZ aus einemStatthalter zum Churfürsten werden. Friedrich legte den ersten Grund zu der Erhö-hung seines Zweiges. Er that sich als Feldhanptmann hervor; eine Menge von andernHandlungen gereichen demselben zur Ehre. Allein das brandenburgische Gebiet durchEroberungen, durch Mittel, die nur Adlerblicke gewahr werden können, in die Zahl derfurchtbarsten Mächte von Europa zu versetzen : eine neue Schaarkunst zum Werkzeugeseiner Siege zu erschaffen: gleich Easarn zu schreiben wie zu fechten: die berühmtesten derNamen durch den von Friedrich zu vermehren: war dem Erben desselben, unfcrm Zeit-genossen vorbehalten, und von seinen männlichen Nachkommen, welchen kein Recht der Erst-geburt zu statten kam, wird Hemrich stets unvergessen bleiben.

Während diesen mit der Mark Brandenburg vorgegangenen Umwandlungen, lassensich Sliwin dort gar häufig erblicken; ihrer Aeste gab es daselbst weiland wohl ver-schiedene ; zween unter ihnen zeichnen sich besonders aus. Ein alrcrer, dessen Daseyndie Denkmäler der frühesten Zeiten bezeugen, hat Demschwustechausin, lVendisch-

wusiers

(l) Wenn ein Gundling und ein pauli entgegengesetzter Meynung sind, steht eö wohl einemjeden frey, dieser oder jener beyzupflichten.

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