4Os xvill. Von den neueren sächsischen Aesten.
Mb Storkow, einen von Retzow mit gewissen Gutern belehnte (l); und wir würden kei»z?en weitern Anstand nehmen , Königs Behauptung ganz zu verwerfen, wenn auf der an-dern Seite es nicht höchstwahrscheinlich wäre, daß in Sachsen, als George der älteresich nach Preussen wandte, noch andere Schlicken verharreten , von welchen dieheutigen alle, oder doch zum Theil, abstammen können (2)»
Von Otto, dein angeblichen Sohne des zweifelhaften Liborms, werden nur Töch-ter bemerkt» Uns würde es also genug seyn, den Namen desselben in der hinten folgen^Hen Stammtafel aufzubehalten; allein König eigner ihm die aus den Jahrbüchern bekann-te Fehde eines Gttcn von Schlicken zu , und diese wollen wir erzählen, ungeachtet es»ms nicht wahrscheinlich dünkt, daß der Grro, welcher sich darin hervorthut, Gtto desLiKomiS Sohu gewesen sey.
Otto
dem Albrecht vier Kinder beygemessen , die gerade seinen und der andern drey BrüderTaufnamen führen , und man konnte glauben, daß jene in der Urkunde ge-meynet seyen; aber in einem Lehnbriefe vom Jahr 157z, wo von den erstenvier Brüdern nur HanS allein noch am Leben war, werden dieselben Ge-orgen seei. Sohne genannt (S. Beylage dl-o. 79.). Zwar waren im Jahr lZsz Albrecht,Caspar, Balthasar und HanS von Schlichen, Mittelsmänner zwischen den preussischenVerwandten, (S. Beylage Nro. 67.) und hierauf mag sich vielleicht die Raabische Stamm-tafel gründen; allein in dem schriftlichen Vergleiche selbst, nennen sie sich Gevettcrn undBrüder, folglich sind sie nicht sämmtlich für Brüder zu halten, und da nach dem Zeug,tnß der Urkunde von lZZ4 Caspar, Balthasar und HanS eö waren; so scheint Albrechtder Vetter gewesen zu seyn, und wenn er würklich vier Söhne hatte, die in der Taufegleiche Namen mit den vier Söhnen Georgs einpfiengen, so dürste doch ihr wahrer Platzsn der Zeugungskctte der Angehörigen noch auszumachen seyn. — Andere möge» sich be^mühen, diesen Umstand in ein helleres Licht zu sitzen, uns sey eö genug, unsern Zweifelund seine Gründe darzulegen»
(,) S. Beylage Mo» SZ»
ts) Nach einem Lehnbriefe über die preussischen Güter vom Jahr tZ6? (S. Beylage dlrv. 7Z)gab es damälö in Sachsen zween schlndensche Hauptzweige — der von PuISnitz und dervon Baruth; jener stammte Unstreitig von dem preussischen ab; dieser vielleicht nicht,denn feine Abkömmlinge sollen nach allen andern uns bekannten Lehnbriefen über erwähn-te Güter erst zur Lehnfolge gelangen, wann von jctten Niemand mehr vorhanden seynwürde (S. Beylage 7Z-78-7Y), und wer weiß, ob Nicht in Sachsin noch andere Schlie-ßen wohnten, welche nicht zur Mitbelehnung gelangten, weil sie weitiäuftigere Verwand-ten von jenen Waren.