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XV. Von dem birkenfeldischen Zweige.
Einstmals Vom Tanzen, vornämlich von seinen zwanzig Jahren, erhizt, stuälte ih»der Trieb der Natur, dem die Zugend so ungern widersteht. Verlobt war ihm bereitseine Prinzeßin von Eleve, aber die Braut noch unter Weges, bringend hingegen die Noth»Er kam in Versuchung, sich mit einer andern Schönen von seinem Leiden zu unterreden»Das Geheimniß wurde einem Edelknaben eröfnet und dieser verrieth eS dem Marschall»
Bestürzt, gleich als ob die Wohlfahrt der ganzen Menschheit auf das Spiel gesetztwäre, entbeut derselbe eilends den Hofprediger. Das erschrockene Paar überlegt ängst,llich die in seinen Augen äusserst grosse Bedenklichkeit. Ermahnungen dünkten zweckdien-lich; sie wurden sogleich, aber umsonst gewagt, vielleicht mit Unwillen abgewiesen. DasFehlschlagen der geistlichen Mittel machte den Gottesgelartcn an körperliche denken,um die gefahrlaufende Seele seines durchlauchtigen Beichtkindes zu retten und zu verhü-ten, daß die Todsünde desselben nicht den Untergang des ihm anvertrauten Landes nachsich zöge, denn in diesem Sinne nahm er das: äelirant keAezpIeöluutur^cllivi —
Doch für zween Kluge allein schien die Sache zu wichtig: der Weisen aus Mvrgenlandhatte es drey gegeben; und jene beyde hielten für gut, diese Zahl durch den schon lutheri-schen Bischof von Pomesänien vollzumachen, weil es in seinem Sprengel war, wo derVollblütige Alleinherrscher vom bösen Geiste die schweren Anfechtungen litt. Alle belieb-ten, daß ein Kühltrank, beygebracht durch den geschickt vermehrten Leibarztler, die Glutder Lüsternheit dampfen sollte, leider aber, kunstlos gemischt, erstickte er das edcle Feuerdes Verstandes: der unseelige Becher würkte Blödsinnigkeit auf den Fürsten , Unge-mach auf den Staat, zu späte Reue auf die betroffene Dreyheit, und im Allgemeinen einschreckliches Beyspiel mehr, wie verderblich unfähige Heilungsgcflissenheit beyder Gattun-gen werden kann. Glücklich ist es inzwischen, daß solche Beförderungsmittel der Ent-halrsamkeit für unsere Grossen nicht mehr nothwendig geachtet werden, sonst dürfte fastjeder Thron der Stuhl eines Wahnwitzigen seyn.
Gchliebens Gemalin warRostna, die Tochter Friedrichs, Erbtruchseß zuN>aldsbürg, aus dem bekannten Hause schwäbischer Landesherren, wovon sich auch Jemand zurZeit des deutschen Ordenö nach Preussen verpflanzt hatte» Seine jünger» Söhne, Lernst«nd Christoph stifteten, jener, die Zweige von Sanditten oder Gerdauen und Tharau,dieser aber, den von Pomdrofken. Zhr alterer Bruder
Dietrich,