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Nachricht von einigen Häusern des Geschlechts der von Schlieffen oder Schlieben vor Alters Sliwin oder Sliwingen
Entstehung
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384
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Z84 XIV. Von den preussischen Aesten des märkischen Stammest.

der keine Erben hinterlassen hat (i); andere Güter erwarb derselbe auf andere Art (2)»Also gelangten seine Nachkommen zu einer ansehnlichen Herrschast in Preussen, welche siezum Theil noch besitzen.

Bey dieser reichen Erndtc Georgs sehen wir seine Mitarbeiter Conrad Silben,ZMgnus von Slyffcn und Hans von Slyffen, keinen Theil erhalten. Hieraus ist zuschließen, daß sie entweder tod seyn oder ihm nicht nahe angehören mußten; und Elzorv«wgte guten Grund haben, zu behaupten, daß dieser Hans von Glpffcn eben derPom-iner gleiches Namens war» Die Fehde, welche nachmals sein Sohn mit dem deutschenOrden hatte, scheint die Meynung zu bestätigen (z).

Im Jahr 1472 wurde George von Sliven von Seiten des Hochmeisters mit Auf-trägen an die Ritterschaft des Oberlandes gesandt» Ohne Zweifel war es um zu überle-gen, was in so verdorbenen Umständen anzufangen sey? — Wenn alles den KrebsgangHeht, dann sind Berathschlagungen häufig, Hülfsmittel selten. —

Sliven scheint durch eigenes Verdienst, nicht blos durch dieGunst der Regenten, zuso manchen wichtigen Aufträgen gelangt zu seyn» Drey Hochmeister, Ludwig von Er-Zichehauscn, Heinrich Reuß von plauen und Henrich von Richtebcrg, bedienten sichdesselben gleich häufig. Nach 1477 ist uns von ihm weiter nichts bekannt geworden, viel-leicht hat er damals nur die thätige Laufbahn, vielleicht auch seine Tage selbst beschlossen»

Er war vermält mit Anna oder Catharina, der Tochter Johanns Herrn von Are-mittcn. Aus dieser Ehe wurde geboren: — Ein George, der sich nach Sachsen begab; vonihm wird bey den dortigen Aesten die Rede seyn» — Ein Hans, der 1492 noch lebte, undein iLustachius, der 1497 im Kriege umkam; diese beyden haben nur eine kurze Fol»Ke von männlichen Nachkommen hinterlassen. — Ein Dietrich aber ist der Anhcrr aller inPreussen noch vorhandenen Zweige, nämlich des von Virkenfeld, des von Sanditten oderGcrdauen, dcs von Tharau, des von Dombrofken, des von Adamsheyde, des vonIlVandlacken. Mitihm wollen wir also die Beschreibung des ältern derselben anfangen»

(1) Siehe Beylage dlro 45.

(2) Siehe Beylage KIro. 46-47.

(z) Siehe was davon S. 225. gesagt worden.

XV.