XIII. Von dem märkischen Stamme der von Slywi'n. A69
^>ans, Friedrich, George, Liborius und Cord, alle genannt von Silben,Gebrüder und Vetter, werden 1472 von dem Churfürsten Albrecht zu Brandenburgmit VVendischwllsterhauftn, Deurschrvusterhausen, Schenkendorf, Hogenlomett
und acht Stück Geldes beliehen (1).
Balzer von Schiefen, Domherr zu Magdeburg, half 1479 einen Aufstand inHalle beylegen (2).
Ein Balzer von Slicben vergleicht sich 14Z1 mit dem Markgrafen Hans vonBrandenburg gewisser strittigen Güter wegen : Doktor Liborius von Slieben warMittelsmann bey der Verhandlung (z)»
Im Jahr 148s wurde Doktor Liborius von Schlichen aus einem Domherrn zumBischöfe von Lebus crkohren» Von seinem Vorgänger sagt Angelus: „ als ihn aber„seine Capitulares gefragt, wen sie nach seinem Tode zum Bischoffe erwählen sollten,„hat er geantwortet Doktor Liborius von Schlichen were es wohl werth, und würs„de auch wohl sparsam und räthlich seyn, wo er sich wegen seines Geschlechts nicht zuedel dazu beuchte.'l
Daß Jemand, der nicht verschmähet hatte, Domherr zu seyn, sich zu edel dünkensollte, Bischof zu werden, ist unglaublich, und wenn der sterbende Prälat sich würklichso ausdrückte, so waren seine letzte Worte keine Weissagung, die der Erfolg bestätigte;denn liborius ließ sich auf den geistlichen Thron erheben, und anstatt der gehoften Spar-samkeit wird Verschwendung an ihm getadelt» Er starb 1486 zu Berlin, wurde zu
Fürsten-
(i) S. Beylage Nro. 4s.
(s) Pomari Chroniken»
(Z) Beylage Nro. zx.
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