XIII. Von dem märkischen Stamme der von Slywin. 359
Schon im vierzehnten Jahrhunderte kam dasselbe um die Mark: im fünfzehnten um Sach-sen ; eS wurde auf das alte Eigenthum eingeschränkt»
Bey solchen Veränderungen lassen sich immer Slywin, doch mehrenthcils ausser al-lem Ausammenhange untereinander wahrnehmen. Ohne Aweifel gehörten die mehrestenvon ihnen zu dem märkischen Stamme, gar wohl aber mögen deren einige auch vompommerschen gewesen seyn, denn die Heymat desselben hieng gleichfalls in gewisser Mas-se von den Markgrafen aus dem anhaltischen Hause ab (i)»
Daß die gemeinschaftliche Wurzel der zween Stämme sich dermalen nur vermuthen,nicht mehr entdecken läßt, dürfte wenig befremden, wenn man erwägt, wie manche Jahr?Hunderte beyde bereits abgesondert da stehn: daß man aber von keinem der weit jüngerenHauptäste, die man zu dem märkischen rechnet, den wahren Verbindungspunkt mit dem-selben zuverlässig anzugeben vermag, ist viel sonderbarer, gleichwol haben wir nicht ver-mögt ihn wieder aufzuspüren, obschon jener Hauptäste sechse, nämlich — die ältestenVrandenburgischen — die ältesten sächsischen — die schlesischen — die preussi-schen — die jüngcrn sächsischen — die jüngern brandenburgischen — uns bekanntgeworden sind.
Von den dreyen erstem finden sich manche einzelne Personen, aber nicht die zusam-menhangende Stammfolge unvergessen, es ist nicht Stvf genug vorhanden ihrer besonderszu erwähnen. Von den Aeugungsketten der dreyen letztern , die wir beschreiben wollen,liegt zwar das unterste Ende besser zu Tage, hingegen bleibt unausgemacht, wie daSoberste mit den andern in Verbindung stehe.
Die preussischen Aeste stiftete bald nach der Mitte des fünfzehnten Jahrhundertsein Ritter Georg von Gchlyffen. Wo die Vorältern lebten, und wer sie waren,liegt im Dunkeln. Der Namenschreibung nach könnte man zweifeln, ob Georg dem pom-merschen Stamme oder dem märkischen zuzuzählen sey; allein nicht des WapenS, dasjener Stamm einige Jahre zuvor angenommen hatte, sondern desjenigen, welches dieser
führt
(i) Wir haben dieses S. 177. berührt.
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