558 XIII. Von dem märkischen Stamme der von Slywm.
Wie manche Bürger der märkischen Städte im vierzehnten Jahrhundert anS demansehnlichsten Adel waren, lehrt unter andern Kaiser Karl's IV Landbuch. Als solche,macht es Slywen zu Belitz namhaft (i). Eölln an der Spree harte 1444 einen OrroSchlicken zum Burgermeister (s). Wickel von Schlicken wurde noch 154z Bürgerzu Berlm (z), wo manche seines Namens um eben die Zeit die höchsten Ehrenstellen amHose bekleideten: ja er selbst scheint damals wirklich dabey gedienet zu haben (4); undhatten manche von unsern Gelehrten aus diese so lange, so allgemein übliche Sitte desdeutschen Landadels achtgegeben, so würden sie über den Ursprung des Stadtadelsnicht so seltsame Meynungen geboren haben»
Jene beyde Herrschasten Slywm und Barmh haben längst fremde Eigenthümerüberkommen, sind auch dermalen nicht mehr zu der Mark Brandenburg, sondern zu demheutigen Sachsen gehörig: allein, well sie sich gleichwol ursprünglich innerhalb denGränzen des vom Markgrafen Alkrecht dem Baren erschaffenen Staats begriffen fan?den, und allem Anschn nach erst unter den Kindern dieses Fürsten durch ErbtheilnngcnStücke eines andern Gebiets ausmachten, so wollen wir fortfahren, den Stamm derSlywm, der sie vor Alters besaß, den märkischen zu nennen»
Nach jenen Theilungen blieb anfänglich von den Nachkommen Albrechts des Bärsein Zweig im Besitze der Mark Brandenburg; ein anderer herrschte über ein Bruch-stück von den Staaten Heinrichs des Löwen, das den Namen des Herzogthums Sach-sen beybehielt; ein dritter, welcher noch grünet, hatte das altväterliche Erbtheil erhalten,und unter den mächtigsten Fürstenhäusern Deutschlands würde das von Anhalt glänzen,wenn ihm das Glück die zugewandten Wohlthaten nicht bald wieder entzogen hätte»
Schon
(l) Wir haben die Stelle S. 212. angeführt»
(5) Kettners ^ntignit. (Kriech. S. Ly8.
kz) Fo'gende Nachricht findet sich davon in dem Archiv zu Berlin: „/tnn. 154z ist Nickel von„Schlichen Bürger zu Berlin worden, und hat für die Bürgerschaft 7 st. geben Aschen„Mittwocvs am Thage Antoni ann. der weniger Zahl 4z."
(4) Auf dem Reichstage zu Regensburg 1541, befanden sich in dem Gefolge Joachim« IIChurfürsten von Brandenburg, iLustachius von Schlichen, Christoph von Schlichen, Ni-cket von Schiieben. -- S» daö durch Heinrich Steinern zu Augsburg gedruckte Ver-zeichnis»