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Nachricht von einigen Häusern des Geschlechts der von Schlieffen oder Schlieben vor Alters Sliwin oder Sliwingen
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290 IX. Von dem abgestorbenen dresowschen Nebenzweige.

Grosvatcrs nach dem Landfrieden gewesen zu seyn scheint. Sie gieng bald über die schlüpf-rigen Klippen des Glücks, bald durch die rauhen Abgründe der Widerwärtigkeit; jedochleitete sie ihn endlich, Vor dein unvermeidlichen Ucbergange zu einem neuen Daseyn, aufeinen nicht unbequemen Ruheplatz. — Er starb als Schloßhauptmann (Gouverneur) vonStettin, nachdem er manche Feldzüge gemacht und mancherley Gutes und Böses erfahrenhatte.

Andere von seinem Stamme haben sich, wie er, in Kriegen versucht. Es findetsich von nicht wenigen aufgezeichnet, daß sie in ausländischen Hccrzügen umkamen (i).Aber Niemand von ihnen beschrieb die eigenen Abcntheucr. Er hingegen hat von dem,was ihm begegnete, einen Aufsatz hinterlassen, und ist den Angehörigen dadurch bekann-ter geblieben»

Schliessen wurde 1576 gcbohren. Funfzehcn Jahre darnach schickten ihn seineAeltern auf die hohe Schule zu Königsberg, von wannen derselbe 159z bey Herzog Phi-lipp I von Stettin in Hofdienste kam. Aber er zog daS Zelt dem Gemache der FürstenVor, und gieng kurz darauf zu Felde.

In diesem sechszehnten Jahrhundert nährte das christliche Europa noch keine stehendeHeere wie jezt (2). Sie wurden auch damals erst versammelt, wenn der Nothfall ein-trat, und abgedankt, sobald er vorüber war ; ein geringer Stock von immer besoldetenKriegsbeuten ficng jedoch schon an, sich hin und wieder zu zeigen, gleich den ersten Sprossender Dornhecke, die man einer Flur zum Schutze pflanzt, bald aber so darin übcrhanbnehmen laßt, daß die Saat, welche sie vertheidigen sollte, davon erstickt wird.

Zu

(1) Unter Anten Schliessens Zeitgenossen selbst, blieben in Kriegen — von seinem eigenenZweige ein Johann, der Sohn Caspars und Dorotheen von Zastrow. — Bon dem alterndresowschen ein Anton, der Sohn Heinrichs und Annen von Bröcker. — Vom solde«kowschen ein Joachim, der Sohn Georgs und Gerdruth von Mitzlaff. Siehe die Stamm-tafeln.

(z) Die Türken thaten es. Ihre Eroberungen und Siege gründen sich hierauf, sie gediehendadurch zum Schrecken der Nachbaren, bis diese endlich noch bessere Kriegseinrichtungcn ma-chen lernten.