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Nachricht von einigen Häusern des Geschlechts der von Schlieffen oder Schlieben vor Alters Sliwin oder Sliwingen
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178
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178 V. Von dem pommerschen Stamme

Alle einheimische Zeitbücherschreibcr Pommerns, deren fast kein älterer als auSdem sechzehnten Jahrhundert vorhanden ist, und welche sich einander wiederholen, neh-men jene Begebenheit als den Zeitpunkt an, da die Deutsche» angefangen hatten, sich indiesem wendischen lande niederzulassen. Allein Urkunden überzeugen uns, daß es frühergeschehen sey, und daß die dortigen Fürsten auch schon zuvor an Deutsche von Adel Güterverliehen haben.

In dem Bestätigungsbrlefe des Klosters Colbatz wird bereits im Jahr 117z aus-drüöllich eines deutschen Torfes gedacht (l). — Aus einem andern von 1187 über dieStiftung der Zakvbikirchc zu Stettin erhellet, daß ihr Erbauer, Dennger, ein fränki-scher Zkdelniann (deue lwtus), schon langeZcit daselbst gewohnt, und daß der Landesherrihn mit den Orten Cleczow und Gribin, welche nun das neue Gotteshaus erhielt, wei-land begnadigt hatte (2). Der heilige Otto und die mehresten seiner Reisegefährten wa-ren Deutsche. Es ist nicht zu zweifeln, daß ihre landslentc begunntcn, sich in Pommernniederzulassen, sobald das Christenthum anficng dort Wurzel zu schlagen. Aber dergrößte Zulauf dieser neuen Ankömmlinge scheint in der That erst um die Mitte des drey-zehnten Jahrhunderts erfolgt zu seyn.

Bis dahin sieht in den pommerschen Urkunden noch alles wendisch aus ; die Leute,deren sie erwähnen, haben fast lauter wendische, und größtentheils nur noch Taufnamen.Es scheint, daß die Fürsten sich nicht sogleich zu neuen Sitten und fremden Höflingengewöhnten. Etwan um das Jahr 1240 , da Erziehung schon auf die Nachkommen ge-markt hatte, fangen die Deutschen von Adel erst an, bey Vcrhandelungen der Landesher-ren als Zeugen zu erscheinen, mithin um die Person derselben zu seyn , und bald nachherfindet man in dergleichen Schriften wenig andere als deutsche Namen.

Es ist ausser Zweifel, nicht allein daß Herzog Barium l die Deutschen vorzüglichliebte, sondern daß die Wohlthaten, womit er diese Fremden überhäufte, sich bis auf die

damals

(1) OreZcr cos siplom. 1. I. xgA, 17.

(2) OreZcr cos. siplom. 1.1, p, zy.