i6c> III. Von dein Geschlechte der von Sliwin überhaupt.
Sprechen verwechselt man die Buchstaben b. f. p. v. w. gar oft miteinander; und nichtselten verkehrt der Niederdeutsche die Namen, welche der Hochdeutsche mit eben oder lebenendigt, in eve, ewe, efft, eifft oder äfft: so nennen Helmold »nd Lange, jener den OrtAlsleben,Aldeslef, dieser Gardeleben und Aschcrsleben, Gardclef, Zlscherslef(i); —so findet sich unter andern in pommerschen Urkunden der Geschlcchtöname von Innsleben,bald Innesleve, bald Inncslef; der von VValslcbett, bald VValslefft, bald lValslaff)geschrieben, und dieses wird hinreichend seyn , die mancherley Verunstaltungen des Na-mens Sliwin zu erklären, die man in alten Schriften bemerkt (s).
Die
(i) /.eiömtZ Leicht. rerum Lrunsvv. I', II. pag, 62z. und Lcript. rcr. xcrm. 1". I.
pag. 812.
(z) Hier folgt deren eine kleine Sammlung zur Probe; das Urkundenbuch dieses Aufsatzes,woraus sie genommen sind, enthält deren eine grössere Menge.
Vom pommerschen Stamme,im Jahre
Ii5y nennt Adelbcrt, der erste pommersche Bi-schof, die Gegend Sliwin.
1248 Ist Zeuge Gerhard Sclev.
1290 der Ritter Reimar Gcalipe1303-1321 Peter Sleir-e.
14ZI macht Hans Schlcve ein Testament, denNamen seines Sohnes findet man ge-schrieben i Schleve
1431 (Sclef
1444 Schlif14<,5 Schliessen.
1472 versöhnt sich dessen Sohn JaSper, derbaldSleff bald Sleve genennt wird, mit PeterHsrn einer Fehde wegen.
1486 stiftet eben derselbe zwey Mcarien aufsei«nen Gütern in der Gegend Sliwin. SeinName steht in der Urkunde bald Schliefbald Schliessen.
1508 Der Eleven erwähnt König Johann von
Danncmark.
I5Z5 Lamberms, Abt von Oliva, erhalt dasJn-digenar in Polen; er wird in der Urkundebald Schlief bald Schliessen genannt, unddie Namenschreibung seines Hauses, wel-che endlich die andern überdauert hat, istdermalen - Schliessen.
Vom märkischen Gramme,im Jahre
1405 > Sind Zeugen dreyer Urkunden, Arnold
1208 > und Günther Gebrüdere von
1215 z Slowin
1228-1239 Waltfogil, Otto Gumpert und Her-
man von Zliwene.
1298 wird des Schlosses Slywin gedacht.IZZ8 verspri6)t Conrad von Zlewin sein SchloßBaruth dem Markgrafen von Branden«bnrg offen zu halten.
1329 Ist Zeuge Otto von Sliwin.izzo Hans von Sliven.
1377 Cunze von Slywin.
1416 ist Balthasar von Slewen Fohanniteror«dens-Psteger, nachmals Heermeister, undeben derselbe heisit in einer Urkunde von1435 Balihasar von Glpffen1455 Georg von Schlyffen auch Schlieven, wel-cher der Stammvater der preußischenEdeln dieses Namens ist; letztere schrei-ben sich dermalen, wie alle übrige nochvorhandene Abkömmlinge des markischenHauses — Schliebm.