Druckschrift 
2 (1802)
Entstehung
Seite
41
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b. Von Mehlspeisen. 41

b. Von Mehlspeisen.

1. Wiener Mehlspeise.

Man rührt sechs Loth feines Mehl mit^ Quart süßer Sahne und vier Loth geriebenenZucker auf dem Feuer zu einem dicken Brey.Nun reibt man K Pfund ausgewaschene But-ter zu Sahne, schlagt nach und nach zehn Eyer-dottern dazu, auch abgeriebene Citronen-Schale,Muskaten-Nuß, Pfund geriebenen Zucker,und etwas Salz. Dieses zusammen wird mitdem kalten Brey eine halbe Stunde gerührt.Zuletzt wird von dem Eyweiß ein steifer Schneegeschlagen, der sacht unter die Masse gerührtwird. Diese Mehlspeise wird in einem aufeine Schüssel gesetzten Rande vom TeigStunde in einem nicht zu heißen Ofen gebacken.Zehn Minuten vor dem Anrichten zieht mandie Mehlspeise aus dem Ofen vor, bestreichtsie mit Eyerschnee, dann wird sie dick mit ge-riebenem Zucker bestreut, ein wenig mit Was-ser bespritzt, so laßt man sie im Ofen glaciren.Dieß ist die feinste Mehlspeise.

2. Spinat-Strudel.

Man wäscht und stößt jungen Spinat imMörser und ringt den Saft durch ein Tuch,

gießt