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Neue Baukunst in den Rheinlanden : [eine Übersicht unserer baulichen Entwicklung seit der Jahrhundertwende]
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in der Typisierung liegt. Die Firma Krupp hat das beim Ausbau ihrer Siedlungenfrühzeitig erkannt. Will eine Siedlung eine städtebaulich organische Einheit bilden,so hat sich der Einzelbau dem Gesamtbilde unterzuordnen, was nicht allein mehroder weniger zur Typisierung führt, sondern auch ausschließt die individuelleplastische Gestaltung sog.funktioneller Architektur" eines van de Velde, die jaimmer nur einen für sich bestehenden Einzelfall ohne Unterordnung darstellenkann (Bild S. 188).

Nach dem Kriege hat die Kölner Stadtverwaltung in richtiger Erkenntnis derWichtigkeit sich des Siedlungswesens der Baugenossenschaften angenommen. Wirverdanken den Kölner Baumeistern Falk, Grimm, Kießling, Klotz, EmilMewes, Paul Roß, Wilhelm Schulz, Seuffert und Stooß recht sehens-werte Siedlungsgruppen. Der verdienteste unter diesen Siedlungsbaumeistern istWilhelm Riphahn. Die Bildwiedergaben S. 194197, wederKasernen" nochMaschinen", zeigen, was ein geborener künstlerischer Gestalter unter dem Zwangder Typisierung und Rationierung zu leisten vermag. Auch hier stehen wir erst amAnfange neuer Möglichkeiten durch neues Baumaterial und neue Baukonstruktio-nen.Sparsam bauen" ist ganz etwas anderes als schlecht bauen, es ist rationellbauen. Wir wissen, daß das Problem des Siedlungswesens, weder nach der wirt-schaftlichen Seite, noch nach der technischen Seite hin, heute schon einwandsfreigelöst angesehen werden kann. Aber wir fühlen den ernsten Willen, diese wichtigenZeitaufgaben zu einer Lösung zu bringen. Bauten werden entstehen, die Ausdruckunserer Bau- und Zeitgesinnung, zweckmäßiger und materialgerechter Wahrheit,wie eine Maschine von einer Höchstleistung der Raumgestaltung bei einem Mindest-maß an Aufwand, Kunstwerke durch die Musik der Anordnung.

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Köln Siedlung Grüner Hof.

Erbaut 19231924. Architekt Wilhelm Riphahn.