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Neue Baukunst in den Rheinlanden : [eine Übersicht unserer baulichen Entwicklung seit der Jahrhundertwende]
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Köln Siedlung Mauenheim.

Erbaut 1924. Architekt Wilhelm Riphahn. Vgl. Bild S. 194h.

Die Firma Krupp hat, nachdem sie die Zahl der Arbeiter nach dem Kriege sowesentlich heruntersetzen mußte, keine neuen Siedlungsaufgaben mehr; sehr schade,denn es wäre nicht uninteressant, gerade heute die reichen Erfahrungen des Krupp-schen Baubüros vor neuen Aufgaben neuer Konstruktionsmöglichkeiten zu sehen.Metzendorfs Margaretenhöhe wird natürlich weiter ausgebaut. Die Bilder S. 82und 83 zeigen Wohnhäuser der Margaretenhöhe aus den Jahren 19201926. Bau-genossenschaften müssen fortführen, was Krupp begonnen hat. Josef Rings,früher im Dienste des Kruppschen Baubüros, baute für den Allgemeinen Bauvereinin Essen die Stadtwaldsiedlung (Bild S. 192), Architekt Hülsebusch die Berg-mannssiedlung an der Pausmühlenstraße (Bild S. 193). Eine Siedlung verlangt,damit der Mietzins gering bleibt was jeder Holländer und Engländer begreiftgrößtes Maß von Wirtschaftlichkeit das ist Sache des klugen Grundrißlers; Ge-diegenheit bei sparsamstem Bauen das führt zur Typisierung der Bauten undNormung der Bauteile. Nun hat ein Wort von Le Corbusier, dieWohnmaschine",verheerend gewirkt, weil der Sinn des Wortes meist mißverstanden worden ist,handelt es sich, wie bei der Maschine, doch nur um den größten Grad der Möglich-keiten und der praktischen Ausnützung. Auch das Wort Typisieren und Normunghat romantischen Seelen Schrecken eingejagt; sie suchen eben in der Dekorationund nicht im Rhythmus das Wesen baukünstlerischen Gestaltens und vergessen,daß die niedersächsische Dorfsiedlung, wie das alte schmale niederrheinische Back-steinhaus mitVorhuis" undAchterkammer" und dem schmalen Gang zum HofTypen darstellen, und daß der Reiz derFuggerei" vom Jahre 1509 in Augsburg,der Wohnhöfe der Beginnen und Altmänner in Belgien und Holland, der Siedlungender Brüdergemeinden und der Bebauung eines Schloßplatzes im 18. Jahrhundert