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Köln — Braunsfeld.Haus Riphahn. Erbaut 1923. Architekt Wilhelm Riphahn.
bau, dessen Räume in der bequemen Anordnung zueinander den ganzen Tag überdie Sonne festhalten sollen. Das ist Sache grundrißlicher Gestaltung und der Fenster-anordnung. Der Aufbau hat durch die Aufgabe des Grundrisses eine seltsamekristallinische Form erhalten. Wer das Haus aber im Inneren erlebt hat, findet sichbald mit dem Außenbau ab, ja er entdeckt, wie gut Haus und bewegtes Geländesich miteinander vertragen. Die wohldurchdachte grundrißliche Gestaltung ist diewichtigste Errungenschaft der neuen Baukunst. Hier zeigt sich erst der phantasie-begabte Gestalter. Auch der Kunstunterricht in den Schulen sollte vom Grundrißausgehen, dann wäre manche Laienunklarheit über baukünstlerisches Schaffenausgeschlossen. „Einen Grundriß machen heißt Vorstellungen eindeutig festlegen,heißt Vorstellungen gehabt haben, heißt diese Vorstellungen in regelrechte Ordnungbringen, damit sie erfaßt, ausgeführt und weitergegeben werden können", schreibtLe Corbusier. „Der Grundriß ist das erzeugende Element, der bestimmende Faktorfür alles. Er ist ein Schlachtplan. Die Schlacht entsteht aus dem Zusammenprallvon Baukörpern im Raum, und die Moral der Truppen steckt in dem Bündel schonvorhanden gewesener Vorstellungen und in der treibenden Absicht. Ohne einenguten Grundriß kommt nichts zustande, selbst wenn der Schwulst üppigstenReichtums sich darüber breitet. Körper und Fläche werden durch den Grundrißbestimmt. Der Grundriß schafft sie. Um so schlimmer für die, die keine Phantasiehaben. Der gesamte Aufbau erhebt sich auf einem Fundament und entwickelt sichnach dem Gesetz, das durch den Grundriß dem Boden aufgezeichnet wird. GuteFormen, Wechsel der Form, Einheit geometrischer Natur, Übermittlung von Har-