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Köln-Deutz.
Deutsche-Werkbund-Ausstellung 1914. Glashaus. Architekt Bruno Taut.
Die Vorteile der modernen Eisenkonstruktion mit ihren großen Entwicklungs-möglichkeiten gegenüber dem Steinbau sind, kurz gesagt, größere Raum- undBogenspannungen und zierlich dünne Stützen. Eine solche Errungenschaft bleibtepochemachend umwälzend, wie im Mittelalter die gotische Strebebogen- undStrebepfeilerkonstruktion. Auch dort handelte es sich um konstruktive Erkennt-nisse der Ausnützung mathematisch-physikalischer Verhältnisse, um Material-ersparnis, größtmögliche Raumentwicklung bei einem Minimum von Wand undStützen. Das, um wieder ein Wort des Le Corbusier zu gebrauchen, auf einen„Standard" gebracht, d. h. „alle praktischen und vernunftmäßigen Möglichkeitenerschöpfen, einen zweckgerecht erkannten Typus auf ein Höchstmaß der Leistungund auf ein Mindestmaß der aufgewendeten Mittel zurückzuführen", das war in derGotik: Strebepfeiler, Strebebogen und schlank aufsteigende, dünne Innenstützenbildeten den festen Konstruktionsrahmen. Die Wand war schließlich für die Kon-struktion ganz überflüssig geworden. Breite und hohe Fenster stiegen zwischen denStrebepfeilern auf. Das Ganze nur noch Stützen und Glas, ein körperloser Bauvon wunderbarer Raumstimmung. Das eingesehen und zugegeben — sind dann aufder Kölner Werkbund-Ausstellung 1914 Bruno Tauts Glashaus und WalterGropius' Bürohaus aus Eisen und Glas Dinge gewesen, die revolutionär als Feindedes Heimatschutzes auftraten? (Bild S. 177, 178,104). Nicht revolutionärer als die
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