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Neue Baukunst in den Rheinlanden : [eine Übersicht unserer baulichen Entwicklung seit der Jahrhundertwende]
Entstehung
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Lauf- und Hebekranen zu den Schiffen im Hafen und entnehmen ihnen die Opfer-gaben, Tonnen und Tonnen an Erzen, die wie ein Nichts in die Industriekolosseverschwinden (Bild S. 172,173). Und was sind diese Verladebrücken für ein kunst-volles Ding, diese reizvoll nur hingehauchte Zeichnung am Horizont (Bild S. 172a,171). Neue Aufgaben und neues Baumaterial haben neue Bauformen geschaffen.Das Eisen, materialgerecht verwertet, schuf ganz neue Möglichkeiten, den neuenEisenbau.

Eisenbau als versteckte technische Hilfskonstruktion ist uralt. Es war eineWiederaufnahme altrömischer Baupraktiken, wenn die Baumeister Karls desGroßen beim Münsterbau zu Aachen durch das Mauerwerk der Fundamente, Wändeund Kuppel Eisenringanker zogen. Eisenbau als monumentalen Außenbau imStadtbild sah aber erst das 19. Jahrhundert durch die Erfindung des Walzeisensausdem Gußeisen. Neben dem Kristall-Palast zu London vom Jahre 1851 und dem Eiffel-turm zu Paris von 1889 handelt es sich in der Hauptsache um unsere eisernen Fluß-brücken. Doch wie man anfänglich Eisenstützen bekleidete mit Dekorationsformeneiner antiken Säule, mit Kapitell, Kanneluren und Basis, und entsprechend eiserneTragebalken verzierte und selbst Schwungrädern gotische Zierbänder gab, so habenauch unsere älteren Eisenbrücken die Verbindung mit dekorativer Steinarchitekturfür künstlerisch notwendig erachtet; wieder die alte irrige Einstellung des 19. Jahr-

Rheinhausen.

Teilansicht der Kruppschen Alfredshütte. Vgl. Bild S. 172 u. 168.